Fahrschulen für Reform der Mopedausbildung

Hausherr: "Unfallstatistik 2006 zeigt Handlungsbedarf auf"

Wien (PWK293) - Die Zahl der verletzten Mopedlenker ist im
Vergleich zum Jahr 2005 zwar deutlich angestiegen. Vergleicht man diese Daten allerdings mit der ebenfalls stark vergrößerten Anzahl der Lenkberechtigungen, so zeigt sich, dass sich das Verhältnis Mopedlenker und Verletzte sich positiv verändert hat. "Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Anzahl der Verunglückten zu hoch ist und über Neuerungen bei der Mopedausbildung nachgedacht werden muss", erklärt der Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich , Ing. Norbert Hausherr.

So wäre es sinnvoll, die theoretische Ausbildung von acht auf zwölf Unterrichtseinheiten zu erhöhen, um zusätzlich zum motorradspezifischen Wissen auch allgemeine Verkehrsthemen, wie etwa komplexe Vorrangsituationen, Gefahrenlehre und Partnerkunde, intensiver behandeln zu können. Hausherr weist darauf hin, dass das Verkehrsverständnis neben der Fahrzeugbeherrschung für ein sicheres Fahren unumgänglich ist. Außerdem gibt es Änderungsbedarf bei der Mopedprüfung. Momentan werden zum Teil fixe Fragebögen verwendet, die von den Prüflingen auswendig gelernt werden. Das Ausfüllen der Testbögen erfolgt teilweise so schnell, dass sich der Kandidat unmöglich die Fragestellungen durchgelesen haben kann. "Deshalb soll die theoretische Mopedprüfung in die vorhandene und bewährte computerunterstützte Prüfung einfließen, um eine qualitativ hochwertige theoretische Ausbildung zu gewährleisten", schlägt Hausherr vor.

Reformen müsse es aber auch im praktischen Bereich geben. "Die derzeitige Situation mit sechs Praxisstunden auf einem Übungsplatz ist nicht zufriedenstellend, weil überwiegend nur die Fahrzeugbeherrschung geübt wird, nicht aber das Verkehrsverständnis. Daher lautet die Empfehlung der Fahrschulen, zwei Unterrichtseinheiten als Vorschulung auf dem Übungsplatz zu absolvieren, drei Einheiten im Straßenverkehr und abschließend eine Einheit mit dem Thema "besondere Fahrzeugbeherrschung" wieder auf dem Trainingsgelände. Abschließend müsse es eine praktische Prüfung geben, damit auch in diesem Bereich der Ausbildung definierte Mindeststandards garantiert werden können.

"Wir sehen in unserem Vorschlag eine sinnvolle Reform der Mopedausbildung, um jungen Menschen einen sicheren Einstieg als aktive Verkehrsteilnehmer zu ermöglichen", ist Hausherr überzeugt. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Fahrschulen
Gernot Reiter
Tel.: (++43) 0590 900-3161
email: gernot.reiter@wko.at
http://www.fahrschulen.co.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004