Negativsteuer: Gewerkschafterinnen begrüßen Vorschlag des Sozialministers

Vondrasek: Wichtiger Schritt zur Armutsbekämpfung

Wien (vida/ÖGB) - "Wir Gewerkschafterinnen begrüßen den Vorschlag von Sozialminister Buchinger nach Ausweitung der Negativsteuer", sagt Elisabeth Vondrasek, Frauenvorsitzende der Gewerkschaft vida und Frauensprecherin des ÖGB-Vorstandes. Frauen sind überdurchschnittlich unter den NiedrigverdienerInnen zu finden - vielen Frauen würde diese steuerliche Maßnahme daher zugute kommen.++++

Die Verdoppelung der Negativsteuer von derzeit 110 auf 220 Euro ist eine langjährige Forderung der ÖGB-Frauen. "Mehr als ein Viertel der unselbstständig beschäftigten Frauen hat 2005 weniger als 1.130 Euro brutto im Monat verdient, kann also die bestehende Negativsteuer nutzen. Viele dieser Frauen würden auch von der Erhöhung der Negativsteuer profitieren", sagt Vondrasek. Zusammen mit der bedarfsorientierten Grundsicherung sei dies ein wichtiger Schritt zur Armutsbekämpfung, so die Frauensprecherin des ÖGB-Vorstandes. Verbunden werden solle die von Buchinger geplante Erhöhung der Steuergutschrift für NiedrigeinkommensbezieherInnen mit dem Vorziehen einer generellen Steuerreform zur Entlastung der ArbeitnehmerInnen, verlangt die vida-Frauenvorsitzende.

Nötig seien zudem weitere Maßnahmen zum Schließen der Einkommensschere. "Dazu gehört der Zuschlag für die Mehrarbeit bei Teilzeitbeschäftigten", sagt Vondrasek. Denn die Teilzeit steige laufend an, insbesondere in eher schlecht entlohnten Bereichen. "Von den Teilzeitbeschäftigten wird hohe Flexibilität erwartet, sie müssen oft über das vereinbarte Arbeitsausmaß hinaus Mehrstunden leisten. Dafür muss neben dem normalen Stundenentgelt ein Zuschlag bezahlt werden", so die vida-Frauenvorsitzende abschließend.

ÖGB, 18. April 2008 Nr. 251

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