FPÖ: Keine Abschaffung der Habilitation an den österreichischen Universitäten

Wien (OTS) - FPÖ-Bildungssprecher, NAbg. Dr. Martin Graf tritt für die Beibehaltung der Habilitation an den österreichischen Universitäten als eine wesentliche Voraussetzung für die Berufung zu einer Professur ein.

"Im heutigen Budgetausschuss sinnierte Wissenschaftsminister Hahn über eine Abschaffung der Habilitation und meinte, dass Ersatz gefunden werden müsse, da man in Österreich durchschnittlich erst mit 35 Jahren habilitiert, was international viel zu alt sei. Außerdem würden ihm Experten sagen, dass insbesondere bei Naturwissenschaftern ab 35 Jahren wissenschaftlich nichts mehr laufe", so Graf und meint, dass Hahn nicht vergessen solle, dass die wenigsten Nobelpreisträger unter 35 Jahre alt gewesen wären.

Die FPÖ spricht sich klar gegen den Vorschlag Hahns aus, anstelle einer Habilitation ein drei- bis vier-jähriges PhD-Verfahren treten zu lassen. Graf meint, dass an der Habilitation als Identifikations-und Leistungskriterium mitteleuropäischer Prägung festzuhalten sei.

Außerdem sehe die gesetzliche Möglichkeit vor, dass man bereits heute mit vergleichbarer Fähigkeit berufen werden kann, stellt der freiheitliche Bildungssprecher fest. Graf warnt abschließend vor der ständig um sich greifenden Nivellierung des Niveaus auf Österreichs Universitäten unter dem Deckmantel der Internationalisierung.

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