TOIFL: Erfolgreiche europäische Konferenz des Handwerks und der KMUs in Stuttgart

Unternehmens- und Branchenvertreter zeigen wie wichtig der direkte Dialog mit den KMUs und der Austausch von gemeinsamen Ansichten und Perspektiven zwischen den KMUs sind.

Wien (PWK281) - Die 4. Europäische Konferenz für Handwerk und KMU neigt sich heute, Dienstag, dem Ende zu. Die Initiative von Günter Verheugen, Vizepräsident der europäischen Kommission, der die Konferenz auch Montagmorgen eröffnete, wurde sehr geschätzt: Mehr als 1000 Delegierte nahmen an dieser zweitägigen Konferenz teil. Es war die Gelegenheit zum gemeinsamen Dialog zwischen Unternehmern, Vertretern europäischer Unternehmensverbände und politischen Entscheidungsträgern von europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Das intensive Arbeitsprogramm konzentrierte sich auf drei Schlüsselgebiete:

  • Zukünftige Ausbildung, Training und Facharbeiternachwuchs für und in den KMUs
  • Erschließung neuer Märkte für KMUs in Europa und über seine Grenzen hinaus
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für europäische KMUs und Unterstützung ihrer Netzwerke Georg Toifl, Obmann des österreichischen Gewerbe und Handwerks und gleichzeitig Präsident der Europäischen Union für Handwerk und KMU (UEAPME), begrüßte in seiner Schlussrede die Ergebnisse der Konferenz. Er betonte aber gleichzeitig, dass noch einiges an politischer Arbeit auf vielen Gebieten zukünftig zu leisten sein wird.

Toifl führte aus, dass die Herausforderungen, mit denen europäische KMUs konfrontiert sind, nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und politischen Entscheidungsträgern bewältigbar sind. Weiters betonte er, dass noch mehr Verständnis für KMUs aufgebracht werden muss und der Fokus sich tatsächlich auf das europäische Handwerk und Kleinunternehmertum richten muss - wie die Resultate der Konferenz zeigten. Diese Herausforderungen lassen sich aber nicht nur auf das politische Betätigungsfeld der Unternehmenspolitik reduzieren, sondern ganz im Gegenteil: Die europäischen KMUs brauchen Lösungen in der Aus- und Weiterbildungspolitik sowie in der Steuer- und Handelspolitik. "Unsere Aufmerksamkeit auf allen wichtigen Arbeitsgebieten muss den KMUs gelten. Unser Regelwerk soll für KMUs sein und die Ausnahmen für Großbetriebe, nicht umgekehrt", erklärt er.

"Aber am meisten begeisterte mich die große Anzahl an Konferenzteilnehmern und die außerordentliche Qualität der Diskussionen in den vergangenen zwei Tagen", so Toifl weiter in seiner Schlussrede. " Das zeigt die Wichtigkeit des direkten Dialoges zwischen Kleinunternehmen, ihrer Unternehmensverbände und politischen Entscheidungsträgern auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Handwerksbetriebe und Klein- und Mittelunternehmen, inklusive aller Familienbetriebe, sind das Herz unserer europäischen Gesellschaft, Stütze für ein erfolgreiches soziales Zusammenleben und Zugpferd für die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen. Gerade deshalb brauchen sie effiziente Unterstützungsmaßnahmen bis hin zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, die unterstützen und nicht behindern", führt Toifl aus.
Seit der letzten Handwerks- und KMU Konferenz in Mailand 1997, sehen sich unsere Unternehmen mit demografischen Veränderungen, mit der Globalisierung sowie einem rasanten technischen Fortschritt konfrontiert. "Schnell haben wir KMUs herausgefunden, dass wir diesen Herausforderungen nur mit einer imposanten Qualitätsverbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen begegnen können", so Toifl. Das bedingte einerseits Strukturreformen in den einzelnen Unternehmen als auch eine andere politische Unterstützung für Unternehmen. Und zwar vor allem in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, Innovationen sowie verbesserter Zugang zu Finanzierung und Verwaltungskostenreduktion auf nationaler und europäischer Ebene.

Georg Toifl erklärte anschaulich, dass gerade KMUs von einer Verwaltungsvereinfachung überproportional profitieren. Er erinnerte die Konferenzteilnehmer der EU Mitgliedstaaten an die Unterzeichnung der KMU Charter 2000 als auch an den Frühjahrsgipfel der europäischen Staats- und Regierungschef 2006. Beide Male haben sich alle EU Mitgliedstaaten für die Umsetzung des Slogan "Think small first" ausgesprochen.

"Ein grundlegendes Verständnis für die Rolle und Aufgaben der europäischen Handwerks- und Kleinunternehmen ist Voraussetzung für eine effiziente Unternehmenspolitik und muss die Basis für politische Entscheidungen sein. UEAPME als alleinige Interessenvertretung für das europäische Handwerk und KMU ist bereit für den Dialog auf allen Ebenen, um den Slogan in die Praxis umzusetzen. Wir vertrauen darauf, dass die Ergebnisse der fruchtbringenden Debatten hier in Stuttgart weiterverfolgt werden. Wir freuen uns auch darauf, bei der nächsten europäischen Handwerks- und KMU Konferenz Bilanz über die umgesetzten Maßnahmen zu ziehen und hoffen, dass die nächste Konferenz vor 2017 stattfindet", schloss Toifl seine Ausführungen und übergab das Wort an den Vizepräsidenten der EU-Kommission, Günter Verheugen, für seine Abschlussrede. (us)

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