Kosten sparen durch Projekt "Präoperative Befundung"

Burgstaller: Sichere und effizientere Untersuchung von Patienten bringt medizinische Sicherheit und spart Ressourcen

Salzburg (OTS) - "Salzburg wird österreichweit eine Vorreiterrolle bei der Verbesserung der präoperativen Befundung einnehmen. Das Revolutionäre am Salzburger Modell ist, dass wir es den Patientinnen und Patienten vor Operationen ersparen, dass sie öfter als notwendig untersucht werden. Das betonte Gesundheitsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Dienstag, 17. April, bei der Sitzung der Gesundheits-Plattform in Salzburg, bei der die beiden neuen Projekte, die "Präoperative Befundung" und "Therapie aktiv - Diabetes im Griff", beschlossen wurden. "Das vermeidet zum Beispiel unnütze Blutabnahmen, und die Patientinnen und Patienten werden in Zukunft nicht mehr mehrfach - unnütz - zum Röntgen geschickt", sagte Burgstaller: "Die Patienten ersparen sich also Zeit und Unannehmlichkeiten."

Das Wichtigste sei allerdings, dass durch das Salzburger Modell auch gewisse medizinische Risiken vorher abgeklärt werden können und damit schwerwiegende Komplikationen rund um eine Operation minimiert werden, so Burgstaller weiter. Dabei handelt es sich um die Abklärung des Herz-Kreislauf-Systems und des Gerinnungssystems.

"Bisher wurden zuviel und manchmal sogar die falschen Befunde gemacht. Es wird mit unserem Modell in Zukunft ganz gezielt der Zustand der Patientinnen und Patienten abgeklärt, und die Untersuchung ist wesentlich stärker patientenbezogen. Wir beziehen die Patientengeschichte wesentlich stärker in das ärztliche Handeln mit ein", sagte Dr. Gerhard Fritsch von den Salzburger Landeskliniken (SALK), der zusammen mit Dr. Vinzenz Huber von der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) das Projekt leitete. "Fast jeder hat es schon einmal erlebt, dass er vor einer Operation 'von Pontius zu Pilatus' geschickt wurde. Das hat mit unserem System ein Ende. Wir erhöhen die Sicherheit vor und während Operationen und sparen Ressourcen", so Fritsch.

Dem Hausarzt wird in dem System eine besondere Rolle zukommen: Er kennt den Patienten am besten, und dieses Wissen wird systematisch zum Vorteil aller genutzt. Für Kinder bedeutet das Modell, dass bei den meisten Eingriffen keine Blutuntersuchungen mehr notwendig sind, dass auch bei Erwachsenen viele Eingriffe ohne Blutabnahme stattfinden können und dass viele Befunde, die schon in den Karteien von niedergelassenen Ärzten vorhanden sind, für die Abklärung von Operationen verwendet werden sollen. Das Projekt wird von Land, Sozialversicherungsträgern, den Salzburger Landeskliniken und der Ärztekammer für Salzburg getragen.

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