Grau ist bunt - wie wohnen, wenn wir älter werden?

Wien (OTS) - Mit der gleichnamigen Enquete, die heute in der Österreichischen Nationalbibliothek stattfand, möchte die Raiffeisen Bausparkasse das Bewusstsein für seniorengerechtes Wohnen fördern. Im Rahmen der Veranstaltung informierten Experten über Wohnbedürfnisse und alternative Wohnmodelle im dritten Lebensabschnitt.

"Im Jahr 2050 wird jeder dritte Österreicher über 60 Jahre alt sein. Diese Generation wird ganz stark unsere Gesellschaft prägen. Das bedeutet auch, dass sich das Wohnen von morgen viel stärker als bisher an dieser Zielgruppe orientieren muss", bringt Dr. Erich Rainbacher, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse, das Thema auf den Punkt.

Als großes Wohnbaufinanzierungsinstitut stellt sich für die Raiffeisen Bausparkasse die Frage, wie das Wohnen für die Gruppe 60 plus aussehen kann. Allerdings: "Den typischen Vertreter dieser Generation gibt es nicht. Zu ihr zählen die flotten Angegrauten ebenso wie die Hochaltrigen. Entsprechend bunt sind die Lebenswelten. Aber da sich die Bedürfnisse mit zunehmendem Alter verändern, ist es wichtig, die eigenen vier Wände anzupassen. Die Raiffeisen Bausparkasse eröffnet nun die Möglichkeit, für diese Bedürfnisse anzusparen und sich somit die Lebensqualität zu erhalten. Neu ist außerdem, dass auch sämtliche Betreuungsmaßnahmen für ältere Menschen über Bausparen finanziert werden können."

Lebensjahre in guter Gesundheit erhöhen

Die Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend Dr. Andrea Kdolsky betonte in ihrem Impulsreferat die Bedeutung von Gesundheitsvorsorge und Prävention. "Healthy Ageing darf nicht nur darauf abzielen, die Lebensjahre zu verlängern, sondern diese auch in Gesundheit zu verbringen."

Fachleute empfehlen: Rechtzeitig handeln

Die anerkannten Experten Prof. Dr. Rudolf Bretschneider (Geschäftsführer GfK Austria GmbH), Dr. Rupert Kisser (Bereichsleiter Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit), Margherita Spiluttini (Architekturfotografin), Dipl.-Ing. Otto Häuselmayer (Architekt des Kolpinghaus "Gemeinsam Leben" in Wien) und Prof. Dr. Felizitas Romeiß-Stracke (Leiterin des Büros für Sozial-und Freizeitforschung, Dozentin an der Technischen Universität München) wiesen auf die Bedeutung altersgerechter Gestaltung von Wohnungen hin und zeigten Möglichkeiten des Umbaus sowie neue Wohnformen auf.

Die eigenen vier Wände werden zum Lebensmittelpunkt

Neun von zehn Österreicher möchten ihre späten Jahre eigenständig und selbstbestimmt im trauten Heim verbringen. Das zeigt eine Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts GfK Austria im Auftrag der Raiffeisen Bausparkasse. Obwohl ältere Menschen hohen Wert auf eine altersgerechte Wohnausstattung legen, setzt sich nur eine Minderheit der Generation 50 plus ausreichend mit dem Thema auseinander und trifft rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen. "Nur 14 Prozent der Generation 50 plus haben bereits Umbauarbeiten in den eigenen vier Wänden durchgeführt, 81 Prozent planen gar keine Veränderungen in ihrem derzeitigen Wohnumfeld", so Prof. Dr. Rudolf Bretschneider.

Angesichts der steigenden Zahl tödlich verunglückter Senioren (ab 60 Jahren) - um 23 Prozent von 1996 bis 2005 (von 1.345 auf 1.649) -sei dies bedenklich. Eine Unfallart steht im Alter zudem deutlich im Vordergrund: "74 Prozent aller Heim- und Freizeitunfälle (ohne Sport!) sind Stürze. 63 Prozent davon ereignen sich in der Wohnung oder in der unmittelbaren Wohnumgebung wie z.B. im Hof oder Garten. Diese Stürze sind zum Großteil zwangsläufige Folge des Vorhandenseins diverser Risikofaktoren, die weitgehend beseitigt werden könnten", erklärte Dr. Rupert Kisser.

Nicht allein und nicht im Heim - alternative Wohnformen

Prof. Dr. Felizitas Romeiß-Stracke stellte neue Wohnmodelle aus Deutschland vor. "Wenn die bisherigen Wohnformen im Alter den Bedürfnissen der Menschen nicht mehr entsprechen, müssen neue gesucht und gefunden werden." So treten neben konventionelle Lösungen wie Alten- und Pflegeheime u.a. das familiäre Mehrgenerationenhaus, die Senioren-Wohngemeinschaft, das "Betreute Wohnen" (Wohnungen mit Ansprechpartner für den Notfall im Haus), das "Service-Wohnen" (im Haus vorhandene, fixe und variable Dienste) und die Residenz mit Pflegestufe (eigene Wohnung mit weitgehenden Diensten und garantierter Pflege im Ernstfall).

Jeder will alt werden, aber niemand will alt wohnen

Das nötige Kapital für den Lebensabend lässt sich frühzeitig mit Bausparen ansparen, darüber hinaus steht ein zinsgünstiges Bauspardarlehen für bauliche Verbesserungen der Wohnsituation sowie Erleichterungen im Alter zur Verfügung: Dies reicht von der Finanzierung der Tagesbetreuung, der Unterstützung beim Einkaufen und der Hauskrankenpflege bis zur Finanzierung der Ausgaben für eine Seniorenresidenz bzw. ein Pflegeheim. "Bausparen wird damit zu einer lebensbegleitenden Spar- und Finanzierungsform, die gerade im Alter Sicherheit gibt", so Dr. Erich Rainbacher. Denn: "Jeder will alt werden, aber niemand will alt wohnen. Nur eine frühzeitige Beschäftigung mit dem Wohnen im Alter garantiert Lebensqualität in diesem Lebensabschnitt."

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