ÖGB-Thum: Nur Pensionsanpassung um PensionistInnen-Index sichert Lebensstandard

Für PennsionistInnen wurde das Leben um 2,5 Prozent teurer, während die "normale" Inflationsrate nur 1,8 Prozent ausmacht

Wien (ÖGB) - Während die allgemeine Inflationsrate im März 1,8 Prozent betragen hat, waren die PensionistInnen mit Teuerungen in der Höhe von 2,5 Prozent konfrontiert. Werner Thum, Vorsitzender der ÖGB-PensionistInnen, fordert daher, dass die Pensionen jedes Jahr zumindest um diesen PensionistInnen-Index erhöht werden müssen. "Nur eine echte Wertsicherung kann verhindern, dass die PensionistInnen von Jahr zu Jahr ärmer werden", so Thum.++++

Laut Statistik Austria waren die größten Preistreiber in den Vormonaten die Ausgabenbereiche "Wohnung, Wasser und Energie" sowie "Nahrungsmittel", die gemeinsam zwei Drittel der Teuerungsrate ausmachen. "Das sind Bereiche, von denen PensionistInnen überdurchschnittlich betroffen sind und wo man nicht so einfach einsparen kann", begründet Thum seine Forderung nach einer echten Wertsicherung der Pensionen. Einmalzahlungen, wie sie die PensionistInnen heuer erhalten haben, seien jedenfalls nur eine Scheinlösung, denn sie werden bei der Berechnung der Pensionsanpassungen für 2008 nicht berücksichtigt. Thum:
"Einmalzahlungen sind nicht in der Lage, den Lebensstandard nachhaltig zu sichern."

In einem Grundsatzbeschluss im vergangenen November haben sich alle Parlamentsparteien zu einer Anpassung um den PensionistInnen-Index bekannt - aber auf die Umsetzung warten die PensionistInnen bis heute. "Die Anpassung um die ‚normale’ Teuerungsrate führt zu einem realen Einkommensverlust. Und das, obwohl die Pensionen schon in den vergangenen Jahren massiv an Kaufkraft verloren haben", schließt Thum.(fk)

ÖGB, 17. April 2007 Nr. 248

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