Abenteuer Zauberflöte mit Heinz Sichrovsky

Wien (OTS) - "Abenteuer Zauberflöte" ist das Motto von zwei Gesprächskonzerten, die das Mozarthaus Vienna am
26. April und 10. Mai 2007 präsentiert. Während am ersten Abend die Entstehungsgeschichte der wohl meistgespielten Oper Mozarts im Mittelpunkt steht, bietet der zweite Abend Einblicke in die Rezeptionsgeschichte. Partner von Heinz Sichrovsky sind an beiden Abenden Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger und Madoka Inui, als zusätzliche Instrumentalisten gastieren im April Alexander Rössler und im Mai Tibor Kovác im Veranstaltungssaal des Mozarthauses in der Domgasse 5.

o Do 26. April 19.30 Uhr: Abenteuer Zauberflöte I

Woher kommt die "Zauberflöte"? Im Mittelpunkt des ersten Abends steht die Präsentation der Quellen, aus denen Mozart und Schikaneder schöpften. Eine der wesentlichen Quellen ist der Roman "Sethos" des Abbé Jean Terrasson, der von Matthias Claudius (1740 -1815) übersetzt wurde und unter dem deutschen Titel "Die Geschichte des egyptischen Königs Sethos" 1777/78 in Breslau erschienen ist. Der Roman gilt als eines der Schlüsselwerke für die Freimaurer des 18. Jahrhunderts. Ein weiterer Text, der Mozart und Schikaneder zweifellos bekannt war, vereinte unter dem Titel "Lulu oder die Zauberflöte" orientalische Märchentexte von August Jacob Liebeskind (1758-1793). Herbert Föttinger liest aus den beiden Texten und Heinz Sichrovsky erzählt neben den Hintergründen zu diesen beiden Quellen auch noch über weitere Texte wie "Thamos. König von Ägypten", ein Schauspiel von Tobias Philipp Freiherr von Gebler (1726-1786) - Mozart hat dazu die Bühnenmusik geschrieben - oder "Der Stein der Weisen oder die Zauberinsel" eine Oper, zu der Emanuel Schikaneder das Libretto verfasste. Madoka Inui und Alexander Rössler spielen dazu Alexander Zemlinskys Bearbeitung der "Zauberflöte" zu vier Händen.

o Do 10. Mai 19.30 Uhr: Abenteuer Zauberflöte II

Wohin führt die "Zauberflöte"? - Ihre Wirkung und ihre Fortsetzungen: 1795 begann Johann Wolfgang Goethe seine Arbeit an "Der Zauberflöte zweiter Teil", die er jedoch drei Jahre später abbrach. Grund dafür mag das Erscheinen von Peter von Winters Oper "Das Labyrinth oder der Kampf mit den Elementen" gewesen sein -übrigens: Emanuel Schikander hat dazu das Libretto verfasst. 1826 schließlich verfasste Franz Grillparzer die Satire "Der Zauberflöte zweiter Teil". Darin wird Sarastro zum Kanzleisekretär mit einem Lohn von 300 Gulden, denn die Königin der Nacht hat die Macht übernommen und sorgt mit einer Horde von Affen und einer Schlange für Ordnung. Heinz Sichrovsky erzählt über die Inhalte beider Werke und Herbert Föttinger liest Beispiele aus Goethes und Grillparzers Texten. Tibor Kovác (Violine), philharmonischer Stimmführer, und Madoka Inui (Klavier) spielen die "Zauberflötenparaphrase" von Pablo de Sarasate. Tibor Kovac präsentiert außerdem das Rondo "Papageno" op. 21 von Heinrich Wilhelm Ernst (1814-1865). Heinrich Wilhelm Ernst ist ein Nachfolger von Nicolo Paganini und Zeitgenosse und Freund von Franz Liszt.

o Ort: Mozarthaus Vienna, Veranstaltungssaal, 1., Domgasse 5 o Karten: 20 Euro/ermäßigt 15 Euro (Senioren, Schüler, Studenten) Kombikarte für beide Abende: 30 Euro /Ermäßigt 25 Euro Reservierungen: (01) 512 17 91 www.mozarthausvienna.at

Pressebilder zum kostenfreien Download finden Sie im Pressebereich der Homepage www.mozarthausvienna.at . (Schluss) sta

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Projektsprecher "Mozarthaus Vienna"
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