Bekleidungsindustrie setzt Hoffnung in Wirtschaftswachstum und Innovation

Exportplus von 3,9 Prozent

Wien (PWK279) - "Für Österreich wird 2007 wieder ein Wirtschaftswachstum und zwar um ca. 3 % erwartet, im Hauptexportmarkt Deutschland ist das anhaltende wirtschaftliche Wachstum mit 2,8 % prognostiziert", verdeutlicht Fachverbands-Obmann Wolfgang Sima die prinzipiell positiven Rahmenbedingungen auf dem Heimatmarkt und in der wichtigsten Exportdestination. Er hofft auf eine dadurch bedingte Beschleunigung des privaten Konsums. Allerdings gebe es im Ausgabeverhalten auch Konkurrenz durch Billigwochenendflüge, Wellnesstage und andere aktuelle Konsumgepflogenheiten. "Leider hat auch der warme Winter bei manchen Produkten ein spürbar gedämpftes Orderverhalten des Fachhandels zur Folge!", ergänzt Obmann Sima.

Die 195 industriellen österreichischen Bekleidungserzeuger beschäftigen im Inland ca. 9.500 MitarbeiterInnen und sind als Auftraggeber von Lohnproduktion ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in den neuen EU-Mitgliedstaaten. Im Jahre 2006 wurde aus Österreich Bekleidung im Werte von 1,864 Mrd. Euro exportiert (+ 3,9 %), die Exportquote der heimischen Bekleidungsindustrie liegt bei beachtlichen 70 %.

"Die Lieferungen nach Russland sind weiterhin durch steigende Tendenz gekennzeichnet und erreichten 47 Mio. Euro (+ 42 %)!", verweist Dr. Franz J. Pitnik, Geschäftsführer des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie, auf das erfolgreiche Engagement namhafter Mitgliedsfirmen in dieser Destination. Er sieht darin auch einen Erfolg des seit Jahren seitens des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie gesetzten "Branchenfocus Russland".

Die österreichischen Bekleidungsimporte stiegen 2006 insgesamt um 4,1 % auf 3,8 Mrd. Euro. Hauptlieferant ist Deutschland, gefolgt von China, Italien, Türkei und Bangladesh.

Um die Zukunftschancen zu verbessern, investieren zahlreiche Firmen in innovative Produkte und weitere Verbesserung der Zusammenarbeit mit dem Fachhandel.

Die rückläufige Zahl der Einzelhandelsgeschäfte führt aber auch zu einer Vertikalisierung der Bekleidungsindustrie durch sich weiter verstärkendes eigenes Engagement von Bekleidungserzeugern im Retailbereich.

"Im Hinblick auf die aktuellen Vorhaben der EU-Handels- und Zollpolitik fordert der Fachverband der Bekleidungsindustrie eine bestmögliche Absicherung des Produktionsstandortes Europa!", so der Fachverbandsgeschäftsführer Dr. Franz J. Pitnik und postuliert: "Die Interessen der EU-Bekleidungsindustrie und deren Arbeitnehmer dürfen nicht etwa der EU-Entwicklungspolitik untergeordnet werden!"

Im übrigen stehe der Fachverband der Bekleidungsindustrie der vorgesehenen Erhöhung der Mineralölsteuer auf Diesel sowie einer allfälligen Ausweitung der LKW-Maut kritisch gegenüber - wie Sima unterstreicht: "Dies führt zu einer weiteren Belastung für die in Produktion und Vertrieb transportintensive und aus Flexibilitätsgründen auf LKW angewiesene Bekleidungsindustrie! Ein Verlust an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Fernost mit weiterhin unversteuerten Schiffs- und Flugzeugtreibstoffen ist die Folge. Wir fordern daher eine deutliche Reduktion der KFZ-Steuer für LKW!" (us)

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