Mandak zu Kinderbetreuung: Ohne Angebot keine Wahlfreiheit

Freiwillige betriebliche Leistungen sind Tropfen auf dem heißen Stein

Wien (OTS) - Auf den Vorschlag von Staatsekretärin Marek, betriebliche Zuschüsse für die Kinderbetreuung steuerlich zu begünstigen, reagiert Sabine Mandak, Familiensprecherin der Grünen, eher skeptisch: "Was machen die Eltern mit Zuschüssen, wenn es keine Kinderbetreuungsangebote gibt, für die sie dieses Geld dann ausgeben können. Hier wäre eine generelle Ausweitung der Öffnungszeiten regulärer Kinderbetreuungseinrichtungen auch auf einen Großteil der Ferienzeiten sinnvoller." In Österreich fehlen mindestens zwischen 50.000 und 100.000 Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder aller Altersgruppen. "Ein schneller und massiver Ausbau der Betreuungseinrichtungen ist daher der erste und wichtigste Schritt," so Mandak.

Ein Leitfaden für ein MitarbeiterInnengespräch vor der Karenz, sei zwar positiv, aber leider genau so unverbindlich wie der Zuschuss für die Kinderbetreuung. "Die Idee ist sehr gut, im Interesse der Frauen und der Firmen allerdings müsste so ein MitarbeiterInnengespräch mit den werdenden Eltern verpflichtend geführt werden. Diese Gespräche sollten nicht nur mit den künftigen Müttern, sondern auch mit den Vätern geführt werden", meint Mandak.
Es sei genau so wichtig mit den Vätern diese Gespräche zu führen, damit auch mehr Männer in Karenz gehen.

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