Plus 2,35 Prozent für Ist- und KV-Gehälter für Beschäftigte bei privaten Bildungseinrichtungen (BABE)

Mindesthonorare für freie TrainerInnen - Verbesserungen im Rahmenrecht

Wien (GPA-DJP) - In der dritten Verhandlungsrunde konnte für die 3.000 Beschäftigten, die dem Kollektivvertrag der privaten Bildungseinrichtungen (BABE) unterliegen, ein erfolgreicher Kollektivvertragsabschluss erzielt werden. Mit 1. Mai 2007 werden die kollektivvertraglichen Mindestgehälter und die tatsächlichen Ist-Gehälter um 2,35 Prozent erhöht. Die Lehrlingsentschädigungen und die Entlohnung für TransitmitarbeiterInnen werden ebenfalls um 2,35 Prozent angehoben. ++++

Verhandlungspartner der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) auf Arbeitgeberseite ist die freiwillige Berufsvereinigung der ArbeitgeberInnen privater Bildungseinrichtungen (BABE), welche die wesentlichen Bildungsanbieter im Bereich der privaten Erwachsenenbildung umfasst.

"In der letzten Verhandlungsrunde konnten wir die volle Ist-Wirksamkeit des KV-Abschlusses für unsere Belegschaften absichern und damit einen entscheidenden Beitrag zu einer nachhaltigen Einkommensentwicklung aller ErwachsenenbildnerInnen leisten", so Klaus Wögerer, Mitglied des GPA-DJP-Verhandlungsteams.

Für Freie, d.h. nicht angestellte, TrainerInnen werden bis Mitte Juni Mindesthonorarsätze verhandelt. Gemeinsam mit den ArbeitgeberInnen soll damit Lohndumping auf Kosten hoch qualifizierter Beschäftigter speziell bei AMS-Ausschreibungen verhindert werden. Mit dieser Vereinbarung gelingt es der GPA-DJP erstmals, verbindliche Mindeststandards für so genannte atypisch Beschäftigte zu gewährleisten.

"Das ist ein Meilenstein, um sozial gerechte Arbeitsbedingungen auch für alle Freien TrainerInnen im privaten Erwachsenenbildungsbereich zu schaffen und den ruinösen Wettbewerb auf Kosten der Beschäftigten und der Qualitätsstandards zu unterbinden", unterstreicht Maximilian Jäger, Verhandlungsleiter der ArbeitnehmerInnen, diese Einigung. "Wir sind zuversichtlich, dass diese gewerkschaftspolitische Innovation eine Vorbildwirkung auf andere Branchen, in denen viele atypisch Beschäftigte tätig sind, haben wird", so Jäger weiter.

ArbeitnehmerInnen mit Elternkarenzzeiten profitieren ab Mai vom BABE-KV-Abschluss 2007: Bis zu 22 Monate werden für das Ausmaß des Erholungsurlaubes und die Bemessung der Kündigungsfrist angerechnet. Diese rahmenrechtliche Verbesserung kommt vor allem Frauen zu Gute.

ÖGB, 17. April 2007 Nr. 247

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