Mehr Schutz für Konsumenten/-innen: Forderungen der AK Oberösterreich an die Bundesregierung

Linz (OTS) - In vielen Bereichen sind Konsumentinnen und
Konsumenten den Unternehmen immer noch schutzlos ausgeliefert. Hier besteht dringend Handlungsbedarf! Schadenersatz bei Hotelüberbuchungen, Insolvenzabsicherung für Flüge, eine sekundengenaue Handy-Abrechnung, Rücktritt von Verträgen mit Schlankheitsinstituten - die Liste der konsumentenpolitischen Forderungen der AK Oberösterreich an die Bundesregierung ist lang.

Um im Schadensfall zu ihrem Geld zu kommen, sind Betroffene noch immer viel zu oft auf das Einlenken der einzelnen Firmen nach oft zähen Verhandlungen angewiesen. Das zeigt die tägliche Beratungspraxis der AK-Konsumenteninformation. Für AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer ist klar: "Wir brauchen Gesetzesänderungen, um den Konsumenten einen besseren Schutz zu geben!"

Die wichtigsten konsumentenpolitischen Forderungen der AK:

Mehr Schutz für Reisende: Treten Reiseveranstalter vom Vertrag zurück, müssen Konsumenten/-innen Anspruch auf Stornogebühren haben, wie es umgekehrt längst der Fall ist! Bei Hotelüberbuchungen müssen die Betroffenen Schadenersatz und bei Insolvenz der Fluglinie die gesamten Ticketkosten rückerstattet bekommen!

Mehr Schutz für Telefonkunden: Mehrwertdienste wie teure SMS, die oft unbestellt am Handy eingehen, sollen bei Vertragsabschluss gesperrt und erst auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden freigeschaltet werden! Darüber hinaus muss für alle Mobilfunkanbieter eine sekundengenaue Abrechnung zwingend vorgeschrieben sein!

Mehr Rücktrittsrechte: Konsumenten/-innen müssen auch von Versicherungsverträgen zurücktreten können, die über Makler/-innen abgewickelt wurden! Außerdem fordert die AK OÖ ein generelles Rücktrittsrecht von Schlankheits- und Partnervermittlungsverträgen und von Verträgen, die auf Messen und Märkten abgeschlossen wurden!

Mehr Schutz bei Bankgeschäften: Wer als Bürgin/Bürge auftritt, muss jederzeit ein Recht auf Auskunft über die Konten haben! Um Kreditnehmern/-innen die Möglichkeit zu geben, verschiedene Angebote zu vergleichen, müssen die Banken bei der Darstellung des effektiven Zinssatzes sämtliche Kosten einrechnen!

Mehr Schutz beim Hausbau: Konsumentinnen und Konsumenten müssen auch Subunternehmen auf Schadenersatz klagen können, wenn das Generalunternehmen, das eigentlich mit den Bauarbeiten beauftragt ist, in Konkurs geht!

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