ÖAMTC: Unfallbilanz zeigt positiven Trend, von Verkehrssicherheitszielen aber noch weit entfernt

Fast acht Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf Fehlverhalten von Fußgängern zurückzuführen

Wien (OTS) - 2006 gab es zwar einen Rückgang bei den Fußgängerunfällen, die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Fußgänger ist aber um fast 14 Prozent gestiegen. Die Ursachen sind vielseitig. Fast acht Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle waren im Vorjahr auf Fehlverhalten von Fußgängern zurückzuführen. "Fehlverhalten ist aber auf beiden Seiten - sowohl bei Autofahrern als auch bei Fußgängern zu beobachten. So häufen sich einerseits etwa die Beschwerden von Auto-und Motorradfahrern über Fußgänger, die ohne zu schauen, auf die Fahrbahn treten und damit viele 'Beinahe-Unfälle' provozieren. Andererseits halten nur zirka 40 Prozent der Lenker vor ungeregelten Schutzwegen an", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa.

Trotz Steigerung der Zahl der getöteten Fußgänger zum Vergleichsjahr 2005, weist die Unfallbilanz 2006 den zweitniedrigsten Stand seit Bestehen der amtlichen Unfallstatistik von 1976 auf. "Bedenkt man, dass 1980 noch 447 getötete Fußgänger zu verzeichnen waren, hat hier eine positive Entwicklung eingesetzt", so Donosa.

"Gefährliche Fehlverhaltensweisen von Fußgängern sind nach wie vor fehlende Konsequenz beim rechts und links Schauen vor dem Überqueren der Straße, Missachtung des Rotlichts, Ablenkung, Unachtsamkeit, mangelnde Sichtbarkeit und leider auch Alkohol", sagt Donosa. Auf Autofahrerseite kritisiert die ÖAMTC-Expertin, dass Fahrzeuglenker Fußgänger häufig ignorieren, ihnen das Überqueren der Fahrbahn nicht ermöglichen, auf schwächere Verkehrsteilnehmer zuwenig Rücksicht nehmen und Fußgänger damit in Gefahr bringen.

Die Zahlen im Detail (getötete Fußgänger auf Österreichs Straßen):

2006: 110
2005: 97
2004: 132
2003: 132
2002: 160
2001: 117
2000: 140
1999: 182
1998: 165
1997: 156
1996: 157
1995: 200
1994: 225
1980: 447

(Quelle: Statistik Austria)

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