ROSELDORF bei Hollabrunn: Größte Keltensiedlung Österreichs

Eine Kooperation des Kunsthistorischen Museums gemeinsam mit dem Naturhistorischen Museum

Wien (OTS) - Die prähistorische Siedlung bei Roseldorf, in der Bezirkshauptmannschaft von Hollabrunn gelegen, gehört, wie jüngste Bodenuntersuchungen ergaben, mit mindestens 22 ha zu den größten keltischen Niederlassungen Österreichs, wahrscheinlich sogar Mitteleuropas. Auch der Reichtum an Fundmünzen ist sensationell.

Mit den kürzlich abgeschlossenen Untersuchungen ist es gelungen, einen keltischen "Stadtplan" mit Straßen, Häusern und Befestigungsanlagen zu erstellen. Aufgrund der weit über 1.000 bisher zur Kenntnis gelangten Fundmünzen scheint für diese Stadt eine keltische Prägeanstalt als sehr wahrscheinlich, in der auch zahlreiche Fälschungen von Goldmünzen hergestellt worden waren.

Die unter der Leitung von Dr. Veronika Holzer vom Naturhistorischen Museum gemeinsam mit dem Münzkabinett des Kunsthistorischen Museum durchgeführten wissenschaftlichen Ausgrabungen zeigen aber auch, dass es sich bei der keltischen Siedlung in Roseldorf um ein Wirtschafts- und Handelszentrum der Region (Land- und Forstwirtschaft, Arsenverarbeitung, Verarbeitung von Glas und Knochen, Metall usw.) gehandelt hatte.

Die bisher bei den Grabungen der letzten Jahre zutage gekommenen Tempelbauten zeugen auch von der religiösen Bedeutung dieser noch im 3. Jh. v. Chr. gegründeten Keltensiedlung.

In einem Vortrag am Donnerstag, dem 26. April 2007, um 18 Uhr im Medienraum des Kunsthistorischen Museums werden Dr. Veronika Holzer (Leiterin der Sammlung Späte Eiszeit in der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums), Prof. Dr. Günther Dembski (Direktor des Münzkabinetts des Kunsthistorischen Museums) und OR Dr. Ernst Lauermann (Direktor des Museums für Urgeschichte des Landes NÖ) Einblicke in die Forschung in Roseldorf sowie in das Thema Keltenmünzen und in die Keltenprojekte in Niederösterreich geben.

Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt Keltenforschung Roseldorf zusätzlich von der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich und der VERBUND Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG.

Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei!

Nähere Informationen: www.nhm-sandberg.at

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