Hofer: Grüne Gentechnik globalisiert den Hunger

Wien (OTS) - "Es gibt kein ‚Welthungerproblem’. Es gibt eine globale Überproduktion an Nahrungsmitteln und trotzdem, wegen eines seit langem bestehenden Verteilungsunrechts, regionale Hungersnöte", stellte FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer heute klar. "Die Grüne Gentechnik allerdings", so Hofer, "trägt das Potential in sich, ein ‚Welthungerproblem’ zu verursachen. Und die dahinter stehenden Konzerne werden von willfährigen Politikern, auch in der EU, dabei unterstützt."

Als maßgeblicher Faktor in der weltweiten Verbreitung des bislang lokal begrenzten Hungers erweist sich immer mehr das epidemische Bienensterben. Hofer: "In den USA sind im Zuge des CCD (Colony Collapse Disorder) benannten Phänomens durchschnittlich 70 Prozent aller Bienenvölker verschwunden. Besonders in jenen Bundesstaaten, in denen der Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen verbreitet ist." Und Hofer ergänzt: "Auch in Europa ist das dramatische Bienensterben vor allem dort zu beobachten, wo GVOs im großen Stil angebaut wurden, also etwa in Spanien, Polen oder Deutschland."

Ging die Wissenschaft zunächst davon aus, dass veränderte Umweltbedingungen, Elektrosmog oder Stress Auslöser der auch als Bienen-Aids bezeichneten Immunschwäche sein könnten, wird unter Berücksichtigung der GVO-Landkarte immer deutlicher, dass die in der gentechnisch veränderten Landwirtschaft inflationär zum Einsatz kommenden Pestizide, vor allem aber die Veränderung der genetischen Informationen der Pflanzen dafür verantwortlich sein könnten.

Hofer: "In Österreich ist die Welt der Bienen noch einigermaßen in Ordnung. Mit der Zulassung von GVO-Freisetzungen könnte sich das rasch ändern. Global droht mit dem vermehrten Einsatz genmanipulierter Pflanzen jedenfalls genau jenes ‚Welthungerproblem’, das die Gen-Industrie zu bekämpfen vorgibt. Schließlich erfolgen über 80 Prozent aller Fremdbestäubungen durch Bienen. Es sind demnach sehr viele Lebensmittelbereiche mehr vom Besuch der fleißigen Immen abhängig als nur der Obstbau."

Käme es, wie die Gen-Lobby und ihre Helfershelfer in Brüssel es wünschen, erhielten möglicherweise gleich zwei Einstein-Zitate ihre bittere Bestätigung. Neben: "Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben…" käme auch zum Tragen: "Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."

Norbert Hofer resümierend: "Wie viele andere Probleme hat Mitteleuropa auch dieses Bedrohungsszenario jener ‚Kaste vaterlandsloser Eurokraten’ zu verdanken, die der ehemalige SPD-Bürgermeister von Hamburg, Henning Vosgerau, kürzlich zu mehr Rücksichtnahme auf die ‚Provinzregierungen’ in Berlin, Wien oder Paris und damit die Interessen der Europäer aufforderte. Ich will es als Chance für Europa werten, dass die FPÖ in ihrer Kritik der Auswüchse der Brüsseler Eurokratie offenbar nicht mehr alleine steht."

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