Khol: "Pensionistenindex als Grundlage der Pensionserhöhungen überfällig"

Jahresteuerung nach PIPH bereits bei 2,5 % - VPI "nur" bei 1,8 %

Wien (OTS) - Die neusten Zahlen der Statistik Austria zur Teuerung in Österreich bekräftigen die Forderung des Österreichischen Seniorenbundes nach dem Pensionistenindex (PIPH) als Grundlage der jährlichen Pensionsanpassung. "Einer Inflation von 1,8 % nach dem VPI stehen satte 2,5 % Teuerung nach dem Preisindex für Pensionistenhaushalte gegenüber", betonte Dr. Andreas Khol, der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes: "Dies zeigt deutlich wie wichtig hier konsequentes Handeln ist. Nur mit dem Pensionistenindex als Grundlage kann eine echte Wertsicherung der Pensionen erfolgen." Lag der Pensionistenindex im vorigen Jahr "nur" knapp 0,3 % über dem normalen Verbraucherpreisindex, beträgt der Abstand zwischen VPI und PIPH nunmehr bereits 0,7 %! Wenn sich auch diese Schere zwischen VPI und PIPH im Jahresverlauf erfahrungsgemäß etwas schließen sollte, ist doch mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass gerade Pensionisten von Verteuerungen bei Grundbedürfnissen besonders betroffen sind. "Der Pensionistenindex ist nicht nur die Hauptforderung des Österreichischen Seniorenbundes, alle im Österreichischen Seniorenrat vertretenen Seniorenorganisationen sind völlig einer Meinung: Der PIPH ist eine conditio sine qua non für die Werterhaltung der Pensionen."

Die von Sozialminister Buchinger gestern angekündigte Pensionserhöhung von 1,7 % für 2008 entspreche zwar der geltenden Gesetzeslage, sei aber für die Pensionisten enttäuschend, so Khol. Abgesehen davon, dass die Höhe der Pensionsanpassung erst im November festgelegt wird, muss die Erhöhung 2008 auf der Grundlage des PIPH liegen, um den Lebensrealitäten der Älteren gerecht zu werden. "Heuer wurde durch die Einmalzahlungen die Höhe des PIPH bei den Pensionserhöhungen erreicht, doch Einmalzahlungen können und dürfen keine Dauerlösung sein. Pensionserhöhung auf Grundlage des PIPH -alles andere wäre den Pensionistinnen und Pensionisten gegenüber ungerecht", betonte Khol abschließend.

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