Klimaschutzgipfel: Schmied - Umweltschutzgedanken stärker im Unterricht verankern

Kranzl - Vorhandene Ressource Wasserstraße nutzen

Wien (SK) - Es gelte, das "Prinzip Umweltschutz stärker in der Unterrichtspraxis zu verankern", weiters sei Lehrmaterial (Lehrbücher und Filme), das den Umweltschutzgedanken betont, vermehrt im Unterricht heranzuziehen sowie die Ökologisierung der Schulen zu fördern, unterstrich Unterrichtsministerin Claudia Schmied Montagnachmittag beim Klimaschutzgipfel 2007. Von zentraler Bedeutung sei eine Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene sowie eine stärkere Nutzung der "vorhandenen Ressource Wasserstraße", so SPÖ-Infrastruktur-Staatssekretärin Christa Kranzl, die für eine Fortführung guter, bereits bestehender Maßnahmen im Bereich von Infrastruktur und Klimaschutz eintrat. "Das Potential bei der thermisch-energetischen Sanierung ist noch nicht ausgeschöpft" und auch bei den Bürohäusern gebe es "beim Energiebedarf noch großes Einsparungspotential", das auszuschöpfen sei, unterstrich Michael Ludwig, Stadtrat für Wohnbau und Stadtentwicklung. Er begrüße die "Klima-Check-Maßnahmen" - allerdings müssten diese stets in Verbindung mit "ganz konkreten Vorgaben hinsichtlich der Ziele und der Zeit" stehen, so der Bundesgeschäftsführer der Naturfreunde Österreich, Reinhard Dayer. ****

Derzeit gebe es in Österreich rund 215 ÖKOLOG-Schulen, so Schmied, die klarmachte, dass es angesichts von insgesamt 5.600 Schulen notwendig sei, die Ökologisierung der Schulen auszubauen. Schmied plädierte weiters für ein "Umweltzeichen für Schulen und Bildungseinrichtungen" - dieses solle "symbolhaft und beispielgebend jene auszeichnen", die bereits jetzt auf dem Sektor Umweltschutz gute Arbeit leisten, so die Unterrichtsministerin in der Diskussionsrunde zum Klimaschutzgipfel 2007. Schmied sprach sich ferner für eine "verstärkte Förderung des österreichischen Films" - und hier vor allem des heimischen Dokumentarfilms, der beispielsweise zentrale Themen zum Umweltgedanken zum Inhalt hat - aus, um die "gesellschaftsbildende Wirkung" entsprechend zu betonen.

Staatssekretärin Christa Kranzl stellte in der Diskussion klar, dass es gelte, die "Win-Win-Situation aufzuzeigen", die für österreichische Unternehmungen dadurch gegeben sei, dass es bezüglich Innovationsleistungen im Bereich Umweltschutz "große Wettbewerbs-Chancen" gebe.

Es mache "Sinn, über eine effiziente Vergabe der Wohnbauförderung nachzudenken", so Stadtrat Michael Ludwig mit Blick auf Niedrigenergie- und Passivhäuser. Er trete für eine "generelle Angleichung aller Gebäude an den Standard des Wohnbaues" ein, so Ludwig in seinem Statement im Rahmen des "Panel 4: Haushalte, Wohnen und Energieeffizienz". Dazu bedürfe es auch einer "Harmonisierung der Bauordnung" sowie "klarer, bundesweit einheitlicher und strenger Klimaschutz- und Energieeffizienzkriterien für alle Gebäude -unabhängig ob im Wohn- oder Bürobau", ergänzte Ludwig. Die Mittel für die Wohnbauförderung würden vor allem für leistbaren Wohnraum für Kleineinkommens-Bezieher aufgewendet. Ein zweiter großer Teil entfiele auf ökologisches Bauen und Wohnen, ergänzte Ludwig und betonte, dass in Wien der Fokus auf Niedrigenergie- und Passivhäusern liege.

Für die Naturfreunde Österreich hielt Reinhard Dayer fest, dass viele Almhütten und Almwege schon jetzt stark von Klimawandel-bezogenen Auswirkungen betroffen seien - umso mehr gelte es für die Naturfreunde daher, "der Stachel im Fleisch von Politik und Wirtschaft" zu sein. Eine Hauptaufgabe der Naturfreunde ortete Dayer abschließend in der zentralen Frage der Bewusstseinsbildung. (Schluss) mb

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