Toifl: Verhandlung von Kollektivverträgen ist eine zentrale Kompetenz der Bundessparte Gewerbe und Handwerk

Spannende Gewerbe- und Handwerkstagung in Salzburg zum Thema "Kollektivverträge - Grundsätzliches und Aktuelle Trends"

Wien (PWK271) - Die Bundessparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Österreich lud vergangenen Freitag hochrangige Funktionäre zur traditionellen Gewerbe- und Handwerkstagung nach Salzburg. Die Tagung stand unter dem Motto "Kollektivverträge -Grundsätzliches und aktuelle Trends".

"In keiner anderen Wirtschaftssparte in Österreich ist die Vorbereitung und Verhandlung von Kollektivverträgen so wichtig wie im Gewerbe und Handwerk", erklärt Georg Toifl, Obmann des österreichischen Gewerbe und Handwerks. Detail am Rande: Obmann Toifl ist seit Jahren selbst Verhandler: Sowohl für den Kollektivvertrag der Textilreiniger als auch für die Arbeitgeberseite beim Allgemeinen Kollektivvertrag für Arbeiter und Angestellte des Gewerbe und Handwerks.

"Umso mehr freut es mich, dass so viele Funktionäre unserer Einladung gefolgt sind und einen ganzen Vormittag über Kollektivverträge und ihre Politik diskutiert haben", erklärt Toifl begeistert.

Dazu wurde Marcus Scheiblecker, WIFO-Experte für die quartalsweise Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, als Eröffnungsredner eingeladen. "Kollektivverträge haben in Österreich nicht nur jahrzehntelange Tradition, sondern sie haben auch eine immense Bedeutung für die österreichische Wirtschaft", erklärte Scheiblecker sehr einleuchtend anhand von volkswirtschaftlichen Kennzahlen. Tatsache ist, dass 90.000 österreichische Gewerbe- und Handwerksbetriebe mit 600.000 Beschäftigten sich auf 54 Kollektivverträge aufteilen.

Parallel zu den volkswirtschaftlichen Kennzahlen bekamen die Tagungsteilnehmer durch Anna-Julia Zösmayr-Grünwalder, Expertin für Arbeitsrecht in der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Einsichten in die gesetzlichen Grundlagen und rechtliche Wirkung von Kollektivverträgen. "Trotzdem brauchen Sie für Kollektivvertragsverhandlungen neben fundiertem Wissen und einer genauen Vorbereitung durch unsere Juristen vor allem starke Nerven und Ausdauer", erzählt Toifl bereitwillig.

Der Kollektivvertrag der Metallindustrie nimmt für viele Branchen eine Vorreiterrolle ein. Dazu nahm Dr. Manfred Engelmann, seit vielen Jahren Experte für diesen spezifischen Kollektivvertrag, in seinem Vortrag Stellung. Er führte weiters aus, dass sich bei den Kollektivverträgen in der Industrie ein Trend abzeichnet: Gewisse Lohnzuschläge sollen vom Unternehmensgewinn abhängig gemacht werden -was nicht immer auf Gegenliebe bei der Gewerkschaft stößt.

Beendet wurde die Tagung mit Erfahrungsberichten von fünf hochrangigen Funktionären des Gewerbe und Handwerks. "Unsere Kollektivvertragsverhandlungen verlaufen manchmal amüsant, jedenfalls zumeist sehr emotional. Aber wenn am Ende des Weges ein für beide Seiten akzeptables Verhandlungsergebnis feststeht, hat sich jede Anstrengung für unsere Unternehmen gelohnt", so Toifl abschließend. (us)

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