AK zu Zuverdienst: Arbeitszeitreduktion sehr wohl praktibel

Zuverdienst mit Arbeitszeitbegrenzung nichts neues, gab es bereits vor 2002

Wien (OTS) - Die AK teilt nicht die Ansicht von Staatssekretärin Christine Marek und des Familienministeriums, dass die Arbeitszeitgrenze nicht umsetzbar wäre. Die Wahlmöglichkeit einer Arbeitszeitgrenze ist vielmehr eine Vereinfachung der Administration bei den unselbständig Erwerbstätigen. Es würde auch den Beratungsaufwand verringern, wenn nicht mühsam errechnet werden muss, wieviele Stunden Beschäftigung sich mit der Zuverdienstgrenze ausgehen. Das hätte auch den Vorteil, dass die Beschäftigten nachvollziehbar wüssten, dass sie bis zu 24 Stunden ohne Probleme zuverdienen dürfen.

Die Mehrzahl der Zuverdienste erfolgt in Form unselbständiger Erwerbstätigkeit. Schon vor Einführung des Kinderbetreuungsgeldes 2002 - also beim Karenzgeld - gab es einen Zuverdienst in Teilzeitkarenz mit einer Arbeitszeit bis 24 Stunden. Auch damals war das für die Gebietskrankenkassen vollziehbar. So wie damals, sollte die Arbeitszeit mittels einer Arbeits- und Entgeltbestätigung des Arbeitgebers nachgewiesen werden. Nachdem die Arbeitgeber auch verpflichtet sind, Arbeitszeitaufzeichnungen zu führen, ist die Ar-beitszeitgrenze auch jederzeit überprüfbar. In den Fällen, in denen Arbeitszeitgrenzen nicht exakt nachvollziehbar sind (Selbständige, Bauern) bleibt ohnehin die betragsmäßige Zuverdienstgrenze gültig.

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