Grillitsch: Klimagipfel für effiziente Novelle des Ökostromgesetzes nutzen

Heimische Land- und Forstwirtschaft kann und wird saubere Energie liefern

Wien (AIZ) - "Keine andere Berufsgruppe ist so vom Klimawandel abhängig wie unsere Bäuerinnen und Bauern. Stürme, Überschwemmungen und anhaltende Trockenperioden bedingen immer problematischer werdende Ernteausfälle. Gleichzeitig hält aber die österreichische Land- und Forstwirtschaft einen wichtigen Schlüssel für die Klimaproblematik in der Hand", sagte Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch anlässlich des heutigen Klimaschutzgipfels. "Wir haben in der Landwirtschaft einerseits als einziger Sektor unser Kyotoziel erreicht und konnten den Ausstoß klimaschädigender Treibhausgase um rund 14% senken. Andererseits leistet die heimische Land- und Forstwirtschaft durch die Produktion CO2-neutraler und nachwachsender Rohstoffe einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Klimapolitik", gab der Bauernbundpräsident zu bedenken.

"Mit einem Anteil der erneuerbaren Energie von 21% am gesamten Energieverbrauch liegt Österreich im EU-weiten Vergleich an vierter Stelle. Im Strombereich rangiert unser Land mit rund zwei Drittel des produzierten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen sogar auf dem zweiten Platz. Österreich liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt. Bisher wurde viel erreicht, aber es gibt noch immer viel zu tun. Bis zum Erreichen der Kyotoziele liegt noch ein weiter Weg vor uns", hielt Grillitsch fest.

So solle der Anteil an erneuerbaren Energien bis 2020 auf 45% verdoppelt werden. Ebenso sei eine Steigerung des Beimischungssatzes von Biotreibstoffen auf 10% und die Verdoppelung des Biomasseeinsatzes geplant. "Die steigende Nachfrage bei nachwachsenden Rohstoffen stellt die heimische Land- und Forstwirtschaft vor eine große Herausforderung, aber wir nehmen diese gern an", so der Bauernbundchef. "Wir rechnen damit, dass künftig bist zu ein Fünftel der österreichischen Agrarfläche für die Energiegewinnung gebraucht wird, das sind rund 180.000 ha. Der heimische Agrarsektor werde diese Flächen mobilisieren und saubere, inländische und nachwachsende Energie liefern.

"Wir brauchen einen sachlich geführten Diskussionsprozess rund um die Reform des Ökostromgesetzes. Wir fordern politisch stabile Rahmenbedingungen, und das geht nur mit fairen Einspeisetarifen. Um Zuwachsraten im Bereich erneuerbarer Energien zu forcieren, muss ein verbessertes Ökostromgesetz die vorhandenen Potenziale optimal ausnutzen und eine effiziente Umsetzung ermöglichen. Das Ökostromgesetz muss ein Fördergesetz mit dem Ziel des Zuwachses bleiben", forderte Grillitsch.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001