Kopf: Verkehr ist Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung der CO2- Emissionsreduktion

Klimaschutzstrategie sichert guten Weg auch für die Zukunft

Wien, 16. April 2007 (ÖVP-PK) „Wir sind mit der Klimaschutzstrategie auf einem guten Weg. Österreich ist bei den Emissionen im EU-Vergleich zum BIP an der erfreulichen dritten Stelle und ist damit eines der effizientesten Länder in Europa. Es gibt aber besonders im Verkehrssektor noch einiges zu verbessern. Denn Tatsache ist: Beim Klimaschutz ist der Verkehr das Sorgenkind schlechthin“, so ÖVP-Umweltsprecher Karlheinz Kopf zu Ausführungen von Bundesminister Pröll beim Klimagipfel in der Wiener Hofburg. „So ist es auch in Zukunft wichtig, besonders im Bereich Verkehr und Transit verstärkt Maßnahmen zu setzten, um den Emissionsausstoß zu senken und die Kyoto-Ziele zu erreichen“, so Kopf weiter. ****

So hat sich die Zahl der in Österreich gemeldeten Pkw von 2,8 Millionen im Jahr 1990 auf nun rund 4,2 Millionen im Jahr 2005 fast verdoppelt. Von 1990 bis heute haben sich die CO2-Emissionen aus
dem Bereich Verkehr um nahezu 100 Prozent gesteigert. Auch im Bereich Transit- bzw. Lkw-Transitverkehr gibt es Handlungsbedarf. Hier hat sich etwa das Volumen im Lkw-Transitverkehr von 1994 (vor dem EU-Beitritt) bis heute von 18,85 Millionen Tonnen transportierter Ware sich auf 43,11 Millionen Tonnen mehr als verdoppelt. Demgegenüber wurden auf der Schiene im Jahr 1994 lediglich 10,99 Millionen Tonnen transportiert. Auch heute sind es magere 15,19 Millionen Tonnen, so der ÖVP-Umweltsprecher.

Die europäischen Regierungschefs haben sich auf das Ziel geeinigt, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren. „Der Verkehr ist hierzu der Schlüssel, denn wir können nicht ständig in allen anderen Sektoren immer mehr einsparen und laufend versuchen, das wieder gut machen, was im Verkehr Jahr für Jahr mehr ausgestoßen wird“, betont Kopf weiter.

Im Gegensatz zum Verkehr ist Österreich, was die Öko-Energie betrifft, bereits heute im absoluten Spitzenfeld Europas. Der EU-Schnitt liegt bei sechs Prozent. Deutschland hat gerade einmal vier Prozent und England, das beim Klimaschutz gerne den Vorreiter spielt, hat gerade knapp über ein Prozent Öko-Energie-Anteil. „Das EU-Ziel von 20 Prozent Öko-Energie bis 2020 haben wir schon erreicht“, betont Kopf.

Neben dem Verkehrsbereich gilt es bei der Raumwärme ein hohes Potential an Verbesserungen zu erreichen. So sollen 400.000 Haushalte auf erneuerbare Energieträger, wie es im Regierungsübereinkommen vereinbart ist, umgestellt werden. Außerdem soll im Bereich der Raumwärme ein Energiecheck für alle Haushalte bis 2010 durchgeführt werden - quasi als Aufbauen, die thermische Sanierungsrate zu steigern. Ziel ist es, Niedrigenergie- bzw. Passivenergiehäuser zum Standard zu machen. „Bei der Wohnbauförderung wünsche ich mir ein besseres Zusammenwirken der Länder. Vorarlberg ist hier als Vorreiter zu sehen“, schließt Kopf.

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