VP-Stiftner: Wien darf nicht mehr Österreichs Schlusslicht bei Müllwiederverwertung sein!

Wien (VP-Klub) - "Trotz anhaltender Erfolgsmeldungen von
Stadträtin Sima zu ihrer Abfallwirtschaftspolitik bestätigt auch der Rechnungshof den anhaltenden Rückstand Wiens gegenüber den anderen Bundesländern bei der getrennten Altstoffsammlung", kritisierte ÖVP Wien Umweltsprecher LAbg. Roman Stiftner in seiner heutigen Pressekonferenz.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf die im Vergleich zu anderen Bundesländern niedrige Verwertungsquote von 38 Prozent. Alle anderen Bundesländer - wie etwa Vorarlberg mit 65 oder das Burgenland mit 59 Prozent - lägen deutlich über dem Wiener Wert, auch bewohnermäßig vergleichbare Bundesländer wie Niederösterreich und die Steiermark mit 53 Prozent bzw. Oberösterreich mit 51 Prozent sammeln ebenfalls deutlich mehr wiederverwertbare Altsstoffe als Wien.

Mehr Altstoffcontainer und Müllinformationsstellen gefordert

Stiftner nahm diese eindeutigen Zahlen zum Anlass, um eine Neuorientierung der Sammellogistik in Wien zu fordern. Er sprach sich für mehr und besser erreichbare Sammelcontainer, die außerdem öfter gereinigt werden müssen, aus. Für deren Reinigung sollten mobile Waschanlagen zum Einsatz kommen. "Es wären auch mehr Müllinformationsstellen im Stadtgebiet nötig. Um deren Zahl wirksam zu erhöhen, könnten diese auch in leerstehenden Geschäftslokalen untergebracht werden", schlug Stiftner vor.

Die Stadt Wien sollte zusätzlich Altstoffsammelsäcke zur Verfügung stellen, die es den Haushalten ermöglichen, ihre Altstoffe bequemer und leichter zu den entsprechenden Containern zu transportieren. "Sollte sich trotz dieser Maßnahmen die Verwertungsquote nicht verbessern, ist die Stadt Wien dazu aufgefordert, mittels Nachsortierung in entsprechenden Anlagen aus dem gesammelten Restmüll der Haustonnen noch verwertbare Müllbestandteile herauszuholen", so der VP-Umweltsprecher.

Das Geld dafür sei vorhanden, so Stiftner, da die Müllabfuhr in Wien allein 2005 einen Überschuss von 20 Mio. Euro erwirtschaftet habe, der zum Teil auch auf die Verträge mit den Verwertergesellschaften zurückzuführen sei. "Dieses überschüssige Geld soll nicht mehr zur Finanzierung des allgemeinen Budgetdefizits, sondern für den Ausbau des Müllwiederverwertungssystems in Wien verwendet werden", so Stiftner abschließend.

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