Müllsammlung - SP-Valentin: "Hausmüllmenge ist in Wien rückläufig - WienerInnen trennen Müll sehr bewusst"

Valentin weist zweifelhafte Interpretationen überholter Zahlen durch VP-Stiftner zurück

Wien (SPW-K) - "Dass jemand von der Abfallwirtschaft keine Ahnung hat, ist ja keine Schande. In Wien gibt es dafür ja exzellente Fachleute. Nur: dann sollte man auch nicht öffentlich davon reden!", rät der Vorsitzende des Umweltausschusses, SPÖ-Gemeinderat Erich Valentin VP-Mandatar Stiftner. "Schon Stiftners Zahlen sind unaktuell und werden offenbar auch nicht richtig interpretiert", ergänzte Valentin.

"Tatsache ist, im Jahr 2006 ist der Hausmüll in Wien mengenmäßig zurückgegangen. Die MA 48 hat im Vorjahr mehr Bio-Abfälle und Altstoffe, wie Altpapier und Holz, aber auch Elektroaltgeräte gesammelt. Diese Abfälle gehen in den Stoffkreislauf zurück, schonen daher Ressourcen und damit die Umwelt. "Zusammen gerechnet ergäbe sich zwar eine Steigerung, aber nur mit bösem Willen oder mit ganz wenig Fachkenntnis kann hier von einem 'Müllkollaps' gesprochen werden", stellt Erich Valentin fest.

Der von Stiftner angesprochene Rechnungshofbericht stellt der Wiener Abfallwirtschaft ein gutes Zeugnis aus: Wörtlich ist darin zu lesen, dass "speziell im (groß)städtischen Bereich [...] mit erhöhtem Restmüllaufkommen und relativ niedriger Verwertungsquote zu rechnen [ist]". Verantwortlich dafür sind laut Rechnungshof Vorgaben, wie Siedlungs- und Bevölkerungsstruktur, Anteil an beruflichen Einpendlern oder Touristennächtigungen. "Stiftner sollte besser den ganzen Bericht lesen und nicht einzelne Passagen aus dem Zusammenhang reißen. Der Rechnungshof hat der Wiener Abfallwirtschaft nach intensiver Prüfung ein gutes Zeugnis ausgestellt und insbesondere die Aktivitäten der Stadt in Sachen Abfallvermeidung begrüßt", sagt Valentin.

"Mit 400.000 Sammelgefäßen für die verschiedenen Altstoffe und den Hausmüll, 2.500 Altstoff-Sammelinseln, dazu 53 Problemstoff-Sammelinseln und 19 Mistplätzen sei das Wiener Sammelsystem ganz exzellent ausgebaut - und das zu Gebühren, die im nationalen und internationalen Vergleich äußerst günstig liegen", betonte der Umweltausschuss Vorsitzende.

Die getrennte Sammlung funktioniere in Wien zwar hervorragend, laufende Innovationen im Sammelsystem seien für die 48er Routine, betonte Valentin: "Erst kürzlich erfolgte die Umstellung der Plastiksammlung auf Hohlkörper - übrigens begleitet von einer preisgekrönten - weil besonders effizienten - Werbekampagne und die Einführung neuer, lärmarmer Glasbehälter. Der Empfehlung des Rechnungshofs, weiter mit Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein für die getrennte Sammlung zu schärfen, kommt die Stadt Wien gerne nach -ich warte schon auf den Tag, wo Stiftner der Stadt deswegen Geldverschwendung vorwerfen wird." (Schluss)

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