Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD unterstützen ÖGB-Kampagne für öffentliche Dienste

UGöD für hochwertige, solidarische öffentliche Dienste.

Wien (OTS) - "Nicht nur in Österreich verkommen soziale Rechte, die durch öffentliche Dienste abgesicherte sind, immer mehr zu käuflichen Waren. Finanzielles Aushungern, Personalabbau, Ausgliederungen und Privatisierungen öffentlicher Dienste sind keine österreichische Erfindung. Von einem sozialen Europa, in dem die Staaten flächendeckend, hochwertig und für alle Menschen leistbar öffentliche Dienste zur Verfügung stellen, sind wir weit entfernt," kritisieren Reinhart Sellner und Ilse Sirinek vom Vorsitzendenteam der UGöD die neoliberale Schlagseite der europäischen Wirtschafts-und Sozialpolitik. Die Liberalisierungspolitik in der EU habe auch im öffentlichen Dienst zahlreiche Arbeitsplätze vernichtet, Arbeitsbedingungen verschärft, öffentliches Dienstrecht dereguliert, Leistungen eingeschränkt und Qualität gemindert.

Das Recht auf Wasserversorgung, auf Bildung, Gesundheits- und soziale Dienstleistungen für alle steht auf dem Spiel. Daher unterstützen die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GöD selbstverständlich die vom Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) gestartete Online-Aktion, die in Österreich vom ÖGB getragen wird:
Für ein europäisches Rahmenrecht, das den Vorrang funktionierender öffentlicher Dienstleistungen vor den Prinzipien der Vermarktung aller Lebensbereiche und der Profitmaximierung sicher stellt.

"Wir brauchen einen kämpferischen ÖGB-neu, keinen Zweigverein GÖD-uralt"

Bestätigt sieht sich die UGöD mit der vom ÖGB getragenen Kampagne auch in ihrer Position gegenüber den GöD-Plänen einer Zweigvereinsgründung: "Auch wenn es in der GöD nicht gerne gehört wird: Sicherung und Ausbau von Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen, von Rechtsprechung, Verwaltung und Sicherheit betrifft nicht nur die öffentlich Bediensteten, sondern die Mitglieder aller Gewerkschaften. Gut funktionierende öffentlichen Dienste, die tatsächlich allen zur Verfügung stehen und die nicht einer Kapitalverwertungslogik unterworfen sind, können nur durch gemeinsame Anstrengungen gesichert und wieder ausgebaut werden. Wir öffentlich Bediensteten brauchen einen einheitlichen, solidarisch handelnden ÖGB und keinen standespolitischen Zweigverein, wie ihn ÖAAB- und GÖD-Chef Neugebauer immer noch anstreben - angeblich aus rein finanztechnischen Gründen, weil man als Zweigverein nicht für dubiose Finanzgeschäfte anderer Teilgewerkschaften oder des ÖGB haftbar gemacht oder gar eingesperrt werden kann," spricht sich die UGöD einmal mehr gegen die GöD-Pläne aus.

"Die Gefahr einer weiteren Schwächung der österreichischen Gewerkschaftsbewegung durch Aufsplitterung besteht. Mit der Unterstützung der solidarischen ÖGB-Kampagne für die öffentlichen Dienste können wir alle - wieder einmal - ein Zeichen setzen. Join the Union, Change the Union!" schließen Sellner und Sirinek.

Die Kampagen kann unter www.petitionpublicservice.eu unterzeichnet werden. Hintergrundinformation und Unterschriftenlisten zum Ausdrucken gibt es unter http://www.unterschreiben.com .

Rückfragen & Kontakt:

Unabhängige GewerkschafterInnen in der GöD
Reinhart Sellner, Ilse Sirinek, UGöd-Vorsitzende
reinhart.sellner@blackbox.net, Ilse Sirinek, 0699/19 2222 71
Internet: www.ugoed.at

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