SPÖ-Südtirolsprecher Niederwieser: Strache lass das Zündeln sein!

Wien (SK) - "Strache lass das Zündeln sein!" - ein "Durcheinander von nationalistischen, skurrilen und richtigen Ansagen" nennt SPÖ-Südtirolsprecher, Nationalrat Erwin Niederwieser, die heutigen Erklärungen von FPÖ-Chef Strache. Dieser hatte von einem "Herzensanliegen Südtirol" und dem Wunsch nach einem "Tirol von Kufstein bis Salurn" gesprochen. "Das sind Sprüche, von denen Strache meint, dass man sie in Südtirol gerne hört", so Niederwieser. Natürlich gebe es viele und auch emotionale Bindungen nach Südtirol, aber "wie ein freiheitliches Herzensanliegen in der Realität aussieht, konnte man erkennen, als die FP in der Bundesregierung war und lieber die italienischen Faschisten hofiert hat, als auf Südtirol zu achten". ****

"Das zieht sich durch die Südtiroler Geschichte, seit es die Trennung gibt: Die linken Parteien waren und sind zwar weniger gut in der Phraseologie, aber wenn es um wirkliche Autonomie und Minderheitenrechte gegangen ist, waren die Zeiten der Mitte-Links-Regierungen in Italien und der SPÖ- Regierungen in Österreich für Südtirol am glücklichsten", erklärte Niederwieser.

"Mit Ausnahme der Begnadigung der Südtirolaktivisten ist vor allem unter der ersten und der jetzigen Regierung Prodi viel Positives für Südtirol erreicht worden", analysierte der SPÖ-Südtirolsprecher. Hingegen sei die FPÖ während der Zeit einer FPÖ-Vizekanzlerin beim Thema Südtirol unter der politischen Wahrnehmungsgrenze gelegen. Die ständige Betonung des Selbstbestimmungsrechts hält er für wenig nützlich: "Diese Ansagen sind einer großen Mehrheit der Südtiroler Bevölkerung eher peinlich, weil sie nichts bewirken als Unfrieden zwischen den Sprachgruppen", erläutert Niederwieser abschließend. (Schluss) re

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