GLOBAL 2000-Aktion: Riesige Pollenflug-Simulation am Wiener Heldenplatz

GLOBAL 2000 an BM Kdolsky: Importverbote für Gentech-Raps umgehend durchsetzen - 10.000 Luftballons gegen Gentech-Raps

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert im Rahmen einer spektakulären Aktion auf dem Wiener Heldenplatz den umgehenden Erlass eines österreichischen Importverbots für die Gentech-Raps-Sorten Ms8 und Rf3 sowie deren Nachkommen Ms8xRf3. "Nachdem wir es Dank des Volksbegehrens zehn Jahre lang geschafft haben, die österreichischen Felder von der Gentechnik frei zu halten, läuft Österreich jetzt Gefahr, durch Gentech-Raps kontaminiert zu werden. Die zuständigen Bundesministerin Andrea Kdolsky darf nicht länger warten, sondern muss endlich handeln. Zum Schutz der KonsumentInnen und der österreichischen Landwirtschaft muss umgehend ein Importverbot für diese Gentech-Raps-Sorten erlassen werden", fordert Jens Karg, Gentechnik-Sprecher von GLOBAL 2000.

Mit rund 10.000 ökologisch produzierten Luftballons führen die UmweltschützerInnen auf dem Wiener Heldenplatz eine großangelegte Pollenflug-Simulation durch. Die Luftballons bilden den Schriftzug "GeGen" nach, das Kampagnen-Logo des Gentechnikvolksbegehrens, das sich heute zum 10 Mal jährt. Die entschwebenden Luftballone symbolisieren die Kontaminationsgefahr durch Gentech-Pollen. Gerade Raps gilt aufgrund seines Auskreuzungsverhaltens und der leichten Samenverbreitung als nicht "koexistenzfähig".Das heißt, Einkreuzung und Eintrag in gentechnikfreie normale Rapsbestände und in die Natur lassen sich in der Praxis nicht verhindern. Sollte Gentech-Raps nach Österreich kommen, werden Bienen und der Wind unabhängig von Gesetzesauflagen, den Gentech-Pollen weiter verbreiten.

Gründe für ein Importverbot gibt es viele: Die Europäische Umweltbehörde (EEA) hat den Gentech-Raps als Hochrisikopflanze bezüglich des unkontrollierten Vordringens in die Natur eingestuft. In Großbritannien erbrachten Untersuchungen über die ökologischen Auswirkungen des Anbaus von Gentech- Raps alarmierende Ergebnisse. Die WissenschaftlerInnen fanden heraus, dass durch den Anbau des Gentech-Raps die Zahl der Schmetterlinge, Hummeln und Käfer deutlich zurückging. In Kanada hat die großflächige Verunreinigung der Rapsfelder mit Gentech-Sorten dazu geführt, dass für Bio-Bauern und -Bäuerinnen der Anbau von Raps unmöglich geworden ist.

Bilder von der Aktion sind unter www.global2000.at ab 14:00 erhältlich.

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