Strache: Südtirol wird uns immer ein Herzensanliegen bleiben

FPÖ-Obmann fordert Selbstbestimmungsrecht für Südtirol und ausnahmslose Begnadigung der Südtirolaktivisten - Grenze in den Köpfen beseitigen

Wien (OTS) - "Südtirol wird uns Freiheitlichen immer ein Herzensanliegen sein", erklärte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. "Wir wollen ein Tirol von Kufstein bis Salurn." Gerade das Südtiroler Selbstbestimmungsrecht stelle einen unverzichtbaren und unverrückbaren Bestandteil der FPÖ-Programmatik dar, betonte Strache. "Heimatrecht ist und bleibt Menschenrecht, Unrechtsgrenzen bleiben Unrechtsgrenzen, Völkerrechtsverbrechen bleiben zu sühnende Verbrechen und verjähren nicht."

Wie der freiheitliche Bundesparteiobmann betonte, müsse das Selbstbestimmungsrecht für Südtirol wieder vermehrt in den Blickpunkt der österreichischen Südtirolpolitik gerückt werden, weil es die einzig gerechte Lösung sei und den Südtirolern die Möglichkeit gebe, selbst über ihre Zukunft zu entscheiden. Strache forderte das offizielle Österreich auf, endlich wieder Mut zu zeigen und die Selbstbestimmung für Südtirol zu fordern, das ein Teil Österreichs sei und bleibe und damals gegen die eindeutige Willensbekundung der Bevölkerung territorial geraubt worden sei. "Heute verbindet uns eine große Freundschaft zu Italien, aber es hat eine nachträgliche Gerechtigkeit hergestellt zu werden."

Strache verlangte in diesem Zusammenhang die sofortige und ausnahmslose Begnadigung der Südtirolaktivisten, von denen viele bis heute nicht nach Südtirol einreisen dürften. "Diese aufrechten Menschen wurden nicht getrieben von einer blinden Bereitschaft zur Gewalt, sondern von der Verzweiflung über die Unterdrückung ihres Volkes und ihrer Heimat", betonte der FPÖ-Obmann. Die österreichische Politik müsse sich daher bedingungslos für deren Begnadigung einsetzen.

Weiters forderte Strache die Verankerung des Südtirolpassus in der neuen österreichischen Verfassung, denn auch 89 Jahre nach der völker- und menschenrechtswidrigen gewaltsamen Teilung Tirols sei und bleibe Südtirol ein Teil Österreichs.

Man müsse die Grenze in den Köpfen beseitigen, führte Strache weiter aus. Tirol habe über die Jahrhunderte hinweg nicht nur eine politische, sondern auch eine geistige und kulturelle Einheit gebildet. Trotzdem seien die schlimmen Jahre der Teilung auf beiden Seiten der Unrechtsgrenze nicht spurlos vorüber gegangen. Für manche Österreicher fange mit dem Brenner Italien an, und umgekehrt seien Nord- und Osttirol mittlerweile für manche Südtiroler einfach nur mehr Österreich. Der Bundesparteiobmann erinnerte in diesem Zusammenhang die Medien, durch oberflächliche Anschauungen das Bild der Trennung nicht weiter zu stärken.

"Wir stehen zu Südtirol", erklärte Strache. "Und wir werden niemals aufhören, auf das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler hinzuweisen. Das sind wir Südtirol und Österreich schuldig. Jedem Österreicher, dem die Heimat ein Anliegen ist, ist auch Südtirol ein Anliegen."

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