Industrie: Kyoto-Fortschrittsbericht bestätigt die hervorragenden Leistungen der Industrie

Welser: Bekenntnis zum effizienten Produktionsstandort Österreich gefordert

Wien (PWK266) - "Der Kyoto-Fortschrittsbericht bestätigt einmal mehr die hervorragenden Leistungen der Industrie", so Wolfgang Welser, Obmann der Bundessparte Industrie in der WKÖ.

So wurden die energiebedingten Treibhausgasemissionen stabilisiert. Das effiziente und hohe Produktionswachstum gerade in jenen Branchen, die prozessbedingt ihren Treibhausgasausstoß nicht verringern können wie beispielsweise in der Stahl- oder der Zementindustrie führt zu einer unvermeidlichen Steigerung der Emissionen. Wollte man die prozessbedingten Emissionen aus Österreich entfernen, bedeutete dies zwangsweise auch eine Verlagerung dieser österreichischen Leitbetriebe ins Ausland.

Die Kernaussagen des Kyoto - Fortschrittsberichts: Der Steigerung der Treibhausgasemissionen im Zeitraum 1990 bis 2004 um 34,2 % in der Eisen- und Stahlerzeugung steht eine Stahlproduktionssteigerung von 63,9 % gegenüber. In der sonstigen Industrie konnte die Steigerung der Wertschöpfung um 43,6 % von 1990 bis 2005 mit einer Steigerung der Treibhausgasemissionen von lediglich 10,8 % erreicht werden.

Die Industrie entkoppelt also ihre Produktionsleistung gewaltig von den Treibhausgasemissionen, was nun wieder einmal im Kyoto -Fortschrittsbericht des Umweltbundesamtes bestätigt wird.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass Österreich Vize-Europameister bei der Treibhausgaseffizienz (Treibhausgase/BIP) der atomfreien Staaten ist, muss sich die Klimapolitik der Herausforderung stellen, andere wesentliche Emittentenländer einzubeziehen und die Vorleistungen und erreichten Standards der Industrie anzuerkennen.

Das Zusammenspiel von unerreichbaren Kyoto-Zielen, mit der Fehleinschätzung in Sektoren mit stark wachsenden Emissionen, wie dem Verkehr, führt dazu, dass die effizienten Betriebe über den EU-Emissionshandel bestraft werden. So hat die EU-Kommission vor, den Zuteilungsplan für die Periode 2008 bis 2012 wegen zu geringen Reduktionen in den Sektoren Raumwärme und Verkehr zu kürzen.

"Die Haftung der Industrie für die Klimapolitik führt zu einer Einschränkung der Investitionen in die energieintensive Industrie mit ihren 170.000 Arbeitnehmern. Verantwortungsvolle Klimapolitik bedeutet, erreichbare Ziele zu setzen und ein klares Bekenntnis Österreichs zu einer treibhausgaseffizienten inländischen Produktion!" so Wolfgang Welser abschließend. (us)

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