Gewerkschaft vida: Arbeitskonflikt in Ordensspital droht

Betriebsrat ist verhandlungsbereit, sofern Geschäftsleitung einlenkt

Wien (vida/ÖGB) - Nach den Problemen bei Aida zeichnet sich in einem weiteren, von der Gewerkschaft vida organisierten Bereich ein Arbeitskonflikt ab: im Ordensspital Göttlicher Heiland in Wien. Die Geschäftsleitung hat rund 280 Beschäftigten, die in den Bereichen Reinigung, Küche und in der Pflege tätig sind, mit Jahresanfang die bislang gewährten - über den Kollektivvertrag hinausgehenden -Zuschläge für Sonn- und Feiertagsdienste gestrichen. Stattdessen zahlt sie eine weit niedrigere Pauschale. "Für die Beschäftigten würde das Gehaltseinbußen von bis zu 20 Prozent bedeuten", sagt Rudolf Wagner, der vida-Fachgruppensekretär für die Gesundheits-, Heil- und Pflegeberufe. +++

Zur Lösung des Konflikts war ursprünglich zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung des Krankenhauses ein sechsmonatiger Beobachtungszeitraum - von Jänner bis Ende Juni 2007 - vereinbart worden. In dieser Zeit sollten die konkreten Verluste für die Einzelnen errechnet und nach einer für die Beschäftigten zumutbaren Lösung gesucht werden. Obwohl bereits mehr als die Hälfte des sechsmonatigen Verhandlungszeitraums verstrichen ist, kommen von der Geschäftsleitung aber keine konkreten Angebote.

"Für die Beschäftigten ist deshalb nach wie vor die Ausgangsbasis, dass jene, die die Streichung der Sonn- und Feiertagszuschläge nicht akzeptieren, Anfang Juli mit einer Änderungskündigung rechnen müssen. Das erzeugt beträchtlichen Druck auf die MitarbeiterInnen, von denen sehr viele schon jahrzehntelang in dem Ordensspital beschäftigt sind", sagt Wagner. "Der Betriebsrat ist verhandlungsbereit, sofern die Geschäftsführung einlenkt anstatt Druck auf die Beschäftigten auszuüben", so Wagner abschließend.

ÖGB, 13. April 2007 Nr. 242

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