"Pragmatik und Visionen" - Gusenbauer gratuliert Prammer zu zehn Jahren Vorsitz bei SPÖ-Frauen

Prammer sagt Frauenministerin Bures volle Unterstützung zu

Wien (SK) - "Zehn Jahre Barbara Prammer bedeuten zehn Jahre Verbindung von Pragmatik mit immer wieder neuen Visionen", erklärte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer am Donnerstag anlässlich der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Jubiläum von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer als SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende. Die Geehrte sicherte auch für die nächsten Jahre vollen Einsatz für die Frauen zu und verspricht Frauenministerin Doris Bures "jede mögliche Unterstützung, die wir den Frauen in Österreich schuldig sind". Bures, selbst unter den Gratulanten, betonte das nach wie vor bestehende Problem der Arbeitslosigkeit und Armut von Frauen, "Themen - denen man von Regierungsseite in den letzten sieben Jahren ignorant gegenübergestanden ist, die aber bei Barbara Prammer stets im Mittelpunkt standen". Unter den zahlreichen Festrednern waren auch SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer und SPÖ-Europasprecher Caspar Einem. ****

Die Nationalratspräsidentin verwies in ihrer Rede darauf, dass sie ab 1997 in ihrer dreijährigen Tätigkeit als Frauenministerin das Budget des Ministeriums auf 75 Millionen Schilling verdreifachen konnte, und sie ist glücklich darüber, dass ihre Nachfolgerin Bures nun über umgerechnet 110 Millionen Schilling verfügt.

Prammer bedankte sich "für das Vertrauen, das ich zehn Jahre lang bekommen - und hoffentlich auch erfüllt habe". Sie kritisierte ebenfalls die Vorgängerregierung von ÖVP und BZÖ: "Am allermeisten habe ich ihnen vorgeworfen, dass sie ihren Kritikern den Boden abgegraben haben." Prammer strich die Bedeutung der NGOs und der ÖGB-Frauen "als Bündnispartner, mit denen wir viel zustande gebracht haben", hervor.

"Barbara Prammer ist es oft gelungen, in unspektakulärer Art und Weise Spektakuläres für Österreichs Frauen durchzusetzen", gab sich der Bundeskanzler beeindruckt. Er nannte insbesondere die Erweiterung der Bundesverfassung um die tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Zulässigkeit aktiver Maßnahmen zu diesem Zwecke, "eine große Leistung der heute wichtigsten Frau im Staat". Gusenbauer: "All dem, was Barbara Prammer in nur drei Jahren als Ministerin erreicht hat, folgten sieben Jahre, in denen nichts für die Frauen passiert ist".

Trauriger Höhepunkt der "rechtskonservativen Wende" sei die Abschaffung des Frauenministeriums gewesen. Gusenbauer machte deutlich, "dass Frauenpolitik nun wieder ins Zentrum der Regierungstätigkeiten gerückt ist", wofür unter anderem die Wiedereinführung eines eigenständigen Frauenministeriums stehe. "Zehn Jahre sollen für Barbara Prammer Motivation sein, die nächsten Jahre mit dem selben Erfolg tätig zu werden", schloss der Bundeskanzler.

"Es war wichtig, frauenpolitisch an die Politik von Prammer anknüpfen zu können", betonte Bures. Stadlbauer fasste "zehn Jahre Barbara Prammer an der Spitze der SPÖ-Frauen" mit den Worten "hartnäckig, konsequent und erfolgreich" zusammen. Sie erinnerte an die Unterstützung Prammers für das Frauenvolksbegehren, an ihr Engagement für die Gleichstellung in der Verfassung, an das Gesetz zum Schutz der Frauen vor Gewalt, "einem weltweiten Vorbild", sowie an die Kindergartenmilliarde, die Prammer als Ministerin durchgesetzt hatte. Einem lobte die "konsequente Linie" der Nationalratspräsidentin im Umgang mit integrierten Migranten: "Eine Präsidentin mit Kanten, die zu ihren Ansichten steht". (Schluss) re

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