KFZ-Versicherungsvergleich: Mehrere Hundert Euro Unterschied

AKNÖ rät zum regelmäßigen Versicherungscheck

Wien (AKNÖ) - Die Konsumentenberater der NÖ Arbeiterkammer haben Preisunterschiede von mehreren Hundert Euro für dasselbe Automodell und die gleiche Prämienstufe bei den KFZ-Versicherungen festgestellt. Eine Möglichkeit zum Versicherungscheck bieten sie auf http:// noe.arbeiterkammer.at an.

Die AKNÖ-Konsumentenberater haben 37 niederösterreichische Betriebe besucht und dabei 1.524 KFZ-Versicherungschecks für die ArbeitnehmerInnen durchgeführt. "Versicherungsnehmer, die sich bereits jahrelang nicht mit dem Vertrag bzw. ihren Prämien beschäftigt haben, zahlen oft viel mehr als notwendig. Ein Preisvergleich zahlt sich aus", erklärt AKNÖ-Konsumentenberater Mag. (FH) Manfred Neubauer.

Golf: 338 Euro Unterschied
Für einen Golf comfortline 1,4 mit 75 PS zahlen KonsumentInnen - die motorbezogene Versicherungssteuer von 204,60 Euro nicht mitgerechnet - für die reine KFZ-Haftpflicht in der Prämienstufe 9 bei Wüstenrot 658,87 Euro, bei der Uniqua kostet die Versicherung 997,34 Euro.

Passat: 348 Euro Unterschied
Für einen Passat, 1,9 TDI Comfortline, 101 PS, zahlen KonsumentInnen im günstigsten Fall 864,06 Euro Haftpflichtversicherung, die motorbezogene Versicherungssteuer von 330 Euro nicht einberechnet. Schaut jemand nicht auf den Preis, kann die Prämie auch 1.212,10 Euro betragen. Nur drei Versicherungen bleiben unter 1000 Euro.

Renault Espace: 491 Euro Unterschied
Für einen Renault, Grand Espace, Celebration, 2.2 dCi, 150 PS, beträgt die günstigste Jahresprämie, abzüglich 567,60 Euro motorbezogener Versicherungssteuer, 1.022,34 Euro. Im teuersten Fall beläuft sie sich auf 1.513,62 Euro.

Jährliche Prämienzahlung günstiger
"Die Versicherungsnehmer sollten sich außerdem überlegen, ob sie sich für eine monatliche oder jährliche Prämienzahlung entscheiden. Nur wenn die Monatsprämien in Summe den Jahresbetrag ergeben, ist das zu empfehlen. Meist kommt die monatliche Variante teurer", sagt AKNÖ-Konsumentenberater Johann Mezgolitsch. Für einen Renault, Grand Espace Celebration 2.2 dCi beläuft sich die günstigste Jahresprämie in der Stufe 9 auf 1.022,34 Euro, die monatliche Prämie auf 89,46 Euro. Die KonsumentInnen sind mit der Jahresprämie günstiger dran, denn mal 12 genommen ergibt die Monatsprämie 1.073,52 Euro. Bei einer anderen Versicherung kostet die Jahresprämie für dasselbe Auto 2.034,59 Euro, die monatliche Prämie beläuft sich auf 181,42 Euro, mal 12 hieße das 2.177,04.

18-Jähriger zahlt höhere Prämie als 35-Jähriger
Wer sich für eine günstigere Versicherung entscheidet, sollte sich vor dem Wechsel über die Annahmebedingungen informieren. Vor allem Malusfahrer über der Stufe 09, Fahrer mit längerem Schadenregister oder bereits einmal eingezogenem Führerschein sowie junge Fahrer unter 25 müssen unter Umständen mit einer Ablehnung oder mit Aufschlägen auf die Prämie rechnen. Darüber hinaus neigen einige Versicherer zur "Risikoselektion". Darunter versteht man das Bestreben von Versicherern, einen möglichst hohen Anteil von Menschen mit geringem Risiko zu versichern. Demgemäß lösen diese Versicherer bereits nach dem ersten Schaden den Versicherungsvertrag auf, weil ihnen der Versicherungsnehmer zu risikoreich wird.
Ein 18-Jähriger, der einen VW Passat 1.9 TDI Comfortline mit 101 PS in der Prämienstufe 9 versichern will, zahlt 1.212,10 Euro Jahresprämie. Ein 35-Jähriger, der das gleiche Modell fährt, zahlt -bei derselben Versicherung - nur 923,50 Euro, bei beiden Summen ist die motorbezogene Versicherungssteuer von 330 Euro nicht mitgerechnet.

Welcher Versicherer für das jeweilige Fahrzeug und die aktuelle Bonusstufe am günstigsten ist, zeigt der Versicherungsvergleich, den die AKNÖ auf noe.arbeiterkammer.at anbietet. Fragen zum Bonus-Malus-System beantwortet AKNÖ-Konsumentenberater Johann Mezgolitsch unter 05 7171-1304.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Konsumentenberatung
Mag (FH) Manfred Neubauer
Tel.: (01) 58883-1335
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http://noe.arbeiterkammer.at

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