Eurofighter: Strache: Alle Überweisungen an EADS sofort stoppen

Entweder Preisreduzierung um 35 bis 40 Prozent oder kostenlosen Ausstieg aus dem Vertrag

Wien (OTS) - Als ungeheuerlich bezeichnete FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in seiner heutigen Pressekonferenz die Vorgänge in der Causa Eurofighter. An der Regierung übte er scharfe Kritik. "In schönem Gleichklang plappern Bundeskanzler Gusenbauer und Vizekanzler Molterer ihr ‚pacta sunt servanda’ gebetsmühlenartig herunter." Verteidigungsminister Darabos habe zuerst seine Koalitionstreue hervorgekehrt, dann einen kurzen Anfall von Wagemut gehabt und von einem etwaigen "Alleingang" daherschwadroniert, um dann vom Bundeskanzler zurückgepfiffen zu werden, der einen solchen Alleingang als hypothetisch bezeichnet habe

Strache warf der Regierung vor, gar keinen Ausstieg zu wollen. Von der ÖVP sei das ohnehin immer klar gewesen, bei der SPÖ werde es immer offensichtlicher. Gusenbauer habe alles, was er versprochen habe, an der Garderobe des Bundeskanzleramts abgegeben. Wenn Gusenbauer und Molterer nun einträchtig Pacta sunt servanda" sagten, stelle sich die Frage, ob sie das auch den Herrschaften von EADS sagen würden Denn die Geldflüsse in der Causa Wolf seien ein Vertragsbruch gewesen.

Der FPÖ-Obmann forderte daher den sofortigen Stopp aller Überweisungen an die Firma EADS und die Einbringung einer Klage wegen Vertragsbruchs. Weiters schlage die FPÖ zwei Varianten vor, nämlich entweder eine Preisreduzierung für den Luft-Ferrari um 35 bis 40 Prozent oder den - rechtlich möglichen - kostenlosen Ausstieg aus dem Vertrag.

Mit dem so ersparten Geld könnte man eine Menge anfangen in diesem Land, etwa die Förderung österreichischer Familien, ein Müttergehalt, Familiensteuersplitting und die Bekämpfung der Witwenarmut, präzisierte Strache seine Vorstellungen. Auch die dringend notwendigen Sicherheitsinvestitionen am Boden könnten so mitfinanziert werden. Die Verbrechensrate steige immer mehr, und die Leute hätten nichts davon, wenn über ihnen die Eurofighter kreisten, während sie auf der Straße ausgeraubt würden.

Es müsse rasch gehandelt werden, forderte Strache. Der Bundeskanzler solle sich endlich auf die Füße stellen und seine ÖVP-Mitgliedschaft zurückgeben, statt ständig Molterer nach dem Mund zu reden. Wenn das so weitergehe, lasse Gusenbauer wahrscheinlich das Dollfuß-Bild im Bundeskanzleramt wieder aufhängen.

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