Schantl und Prettner: "Weg mit dem Selbstbehalt bei gynäkologischen Untersuchungen durch Frauenärztinnen!"

Kärnten einziges Bundesland ohne Frauenärztin mit Kassenvertrag - Antrag der SozialdemokratInnen im Kärntner Landtag - Ärztekammer nun am Zug

Klagenfurt (SP-KTN) - "Kärnten ist das einzige Bundesland in ganz Österreich, in dem es keine Frauenärztin mit Kassenvertrag gibt", kritisierten heute, Freitag, Gesundheitslandesrat Wolfgang Schantl und die Familiensprecherin der SPÖ-Kärnten, LAbg. Beate Prettner. Patientinnen, die sich von einer Frauenärztin untersuchen lassen wollen, müssten dafür bar bezahlen und würden nur einen geringen Teil des Honorars von der Sozialversicherung refundiert bekommen, begründeten die beiden einen bei der gestrigen Sitzung des Kärntner Landtages von der SPÖ diesbezüglich eingebrachten Antrag.

Ziel sei es, eine kärntenweite Regelung anzustreben, die den Bedürfnissen der Frauen auch tatsächlich gerecht wird. In dem Antrag wird die Kärntner Landesregierung aufgefordert, "in Verhandlungen mit der Ärztekammer für Kärnten und den Sozialversicherungsträgern sicherzustellen, dass Frauen in Kärnten eine gynäkologische Untersuchung bei einer Frauenärztin im Wohnbezirk mittels Kassenabrechnung in Anspruch nehmen können", erläuterte Prettner das Anliegen der SozialdemokratInnen. Landesrat Schantl seinerseits erklärte, dass er bereits in Kontakt mit der Kärntner Gebietskrankenkasse getreten sei, und es nun an der Kärntner Ärztekammer liege, für eine Realisierung dieses wichtigen Anliegens zu sorgen. "Es ist höchst an der Zeit, diesem sensiblen Bereich der Gesundheit von Frauen mit mehr Aufmerksamkeit zu begegnen und für eine breite geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung zu sorgen", so Schantl.

Laut Prettner würden sich vor allem junge Mädchen, Opfer sexueller Gewalt und Frauen mit einem erhöhten Bedarf einer geschützten Intimsphäre bei einer Untersuchung durch eine Frauenärztin viel sicherer fühlen. "Es ist inakzeptabel, dass die Patientinnen, die keine Wahlfreiheit haben, bei einer Frauenärztin ohne Kassenvertrag einen Selbstbehalt von 30 bis 70 Prozent in Kauf nehmen müssen. Dieser Selbstbehalt ist unsozial, wenn man bedenkt, dass Frauen in Kärnten nur 64 Prozent des Einkommens der Männer beziehen bzw. 17 Prozent der Frauen in Kärnten ohne Einkommen sind", schloss die Familiensprecherin der SPÖ-Kärnten.

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