12,5 Millionen für mehr Hochwassersicherheit in Mittersill

Spatenstich für letzen großen Abschnitt des Hochwasserschutzes gesetzt

Wien (OTS) - Mit einem 900 Meter langen Damm westlich des Ortes
wird der Hochwasserschutz für Mittersill nun erweitert. Ermöglicht wurde die rasche Umsetzung der Schutzmaßnahmen durch eine Sonderfinanzierung aufgrund einer Bund-Ländervereinbarung. Das Lebensministerium und der Wasserverband Oberpinzgau investieren insgesamt 12,5 Millionen Euro in die Sicherheit der Mittersiller Bevölkerung. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft heute anlässlich des Spatenstiches für den letzten und großen Abschnitt des Hochwasserschutzes Mittersill mit.

Wassersektionschef Wilfried Schimon vom Lebensministerium und Landesrat Sepp Eisl nahmen heute gemeinsam mit Generalsekretär Peter Quantschnigg vom Finanzministerium und Bürgermeister Wolfgang Viertler den Spatenstich vor. Der rund sechs Meter hohe Querdamm soll den Ortskern, den äußeren Markt, Felben und das Gewerbegebiet West bis zu einem hundertjährlichen Hochwasser schützen. Für den geplanten Querdamm müssen insgesamt 200.000 m3 an Material aufgeschüttet sowie die Bundesstraße B165 angehoben werden.

Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt liegen bei rund 12,5 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt zu 82 Prozent durch Bundesmittel aus dem Lebensministerium, zu 15 Prozent durch den Wasserverband Salzach Oberpinzgau und zu drei Prozent durch die Marktgemeinde Mittersill. Für die Entschädigung jener GrundeigentümerInnen, die durch die Maßnahmen keinen Vorteil haben, wird ein Entschädigungsfonds eingerichtet, der durch die Gemeinde verwaltet wird.

Die Marktgemeinde Mittersill ist durch ihre Lage mitten im Talboden des Salzachtales stark hochwassergefährdet. Erst 2005 wurde Mittersill durch ein Extremereignis zur Gänze überflutet, dabei entstand ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe. Die Salzach wurde im Lauf der Jahrhunderte reguliert und ausgebaut, ihre Abflusskapazität ist jedoch bei einem 20-jährlichen Hochwasser erschöpft. Größere Hochwässer ufern aus und sammeln sich im Ortszentrum, das deutlich tiefer als die Ufer der angrenzenden Gewässer liegt.

Nach dem Hochwasser 2005 und den dadurch verursachten schweren Schäden war in Mittersill und in vielen weiteren Gemeinden des Oberpinzgaus sofortiger Handlungsbedarf gegeben. Von den insgesamt geplanten Schutzmaßnahmen wurde daher ein erster Teil im Jänner 2006 der Wasserrechtsbehörde zur Bewilligung vorgelegt und im Laufe des Jahres 2006 bereits errichtet. Dieser erste Bauabschnitt bewirkte eine Sanierung des Gewässerbettes - auch in ökologischer Hinsicht -und ermöglichte eine Verbesserung des Hochwasserschutzes bis zu einem 30-jährlichen Hochwasser. Dabei wurde die Salzach auf einer Länge von ca. drei Kilometern aufgeweitet sowie im Ostbereich die Ufer erhöht.

"Im Interesse der Sicherheit der Salzburger Bevölkerung haben beim Hochwasserschutz in Mittersill alle mit vereinten Kräften ein Maßnahmenpaket geschnürt, das sich sehen lassen kann", zeigt sich Landesrat Eisl zufrieden. "Dieses Projekt ist über den Raum der Marktgemeinde Mittersill hinaus überregional bedeutsam. Derzeit ist eine großräumige Umgestaltung der Salzach zu einem Musterfluss im Gange, die aufzeigt, dass Sicherheit für die Menschen vor Hochwässern mit maßgeblichen ökologischen Verbesserungen einhergehen kann", so Schimon abschließend.

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