In Maria Laach wird 300. Biomasse-Fernheizwerk eröffnet

Plank: NÖ ist Vorreiter bei erneuerbarer Energie und Ökostrom

St. Pölten (NLK) - "Niederösterreich war immer und ist nach wie vor Vorreiter bei erneuerbaren Energien und Ökostrom. Um den erfolgreichen Weg fortzusetzen, hat das Land in den letzten Monaten eine Reihe weiterer Initiativen gestartet", so Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank, der heute Nachmittag, 13. April, in Maria Laach das 300. Biomasse-Fernheizwerk eröffnet. In Niederösterreich werden mehr als 16.000 Haushalte mit Fernwärme aus Biomasse versorgt. Der Anteil an der Stromerzeugung aus Biomasse, Biogas und Wind liegt bereits bei 15 Prozent.

Diese 15 Prozent entsprechen einer CO2-Einsparung von 900.000 Tonnen, wobei 170.000 Tonnen auf Biomasseheizwerke, 100.000 Tonnen auf Biogasanlagen, 480.000 Tonnen auf Windkraft und 150.000 Tonnen auf Biomasse-Verstromung entfallen. In den Bereich erneuerbare Energien wurden in den vergangenen zehn Jahren 940 Millionen Euro investiert, an Förderungen wurden 125 Millionen Euro ausbezahlt.

Weitere Initiativen des Landes Niederösterreich sind die neue Photovoltaik-Förderung, die Bemühungen um ein neues Ökostromgesetz, die mit einer Landtagsresolution im Februar gestartet wurden, sowie das Energie-Zukunftskonzept für Niederösterreich, das derzeit von namhaften Experten erarbeit und bis Juni vorliegen wird.

Fernwärme aus Biomasse ist nach wie vor ein hoch interessantes Thema; allein 2006 wurden 41 neue Anlagen in Niederösterreich gebaut und zahlreiche bestehende erweitert. Weiters gingen mehrere große Kraftwärmekopplungsanlagen wie in Baden, Mödling und Amstetten in Betrieb. Mit den Anlagen in Baden und Mödling wird nicht nur Strom für rund 20.000 Haushalte erzeugt, sondern auch die bestehenden Fernwärmenetze mit Abwärme aus der Stromerzeugung versorgt. "Diese Anlagen liefern 3,2 Prozent des Gesamtstroms, 73 Biogasanlagen produzieren 1,8 Prozent des Stroms und die 333 Windkraftanlagen in Niederösterreich steuern 10 Prozent des Gesamtstroms in Niederösterreich bei", betont dazu Plank.

Das Fernheizwerk Maria Laach wurde von der Planungs- und Innovationsfirma Agrar Plus konzipiert. "Agrar Plus hat in den letzten zwanzig Jahren insgesamt 175 Bioenergie-, Wärme- und Stromprojekte und damit mehr als die die Hälfte aller Projekte in Niederösterreich unterstützt - mit einem Investitionsvolumen von knapp 130 Millionen Euro. Weitere Schwerpunkte unserer Arbeit liegen in den Bereichen Biogas, alternative Kraftstoffe und Energieeffizienz", unterstreicht Geschäftsführer Christian Mayerhofer.

Weitere Infos: Büro LR Plank, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12701.

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