ÖGB-NÖ-Frauenvorsitzende Bogath: Volle Unterstützung für Eigenständigkeit der Gebietskrankenkassen

Keine Vorteile durch Zentralisierung für die Versicherten

Wien (ÖGB-NÖ) - "Die Idee von Gesundheitsministerin Dr. Kdolsky, die Gebietskrankenkassen zusammenzulegen, halte ich für äußerst kontraproduktiv. Bei diesem Vorstoß sind keinerlei Vorteile für die Versicherten erkennbar. Denn gegen die Zusammenlegung der Krankenkassen sprechen viele Argumente. Unser System wird dem grundlegenden Unterschied gerecht, ob jemand selbstständig oder unselbstständig ist, ob jemand LandwirtIn oder FabriksarbeiterIn ist. Gerade diese Struktur ermöglicht hohe Effizienz, bei niedrigem Verwaltungsaufwand. So wirtschaftet die NÖGKK mit weniger als 3 Prozent Verwaltungskosten im Vergleich zu anderen Institutionen wirklich effizient und effektiv", stellt die ÖGB-NÖ-Frauenvorsitzende Christa Bogath fest.++++

Fachstudien hätten zwar die Zusammenarbeit und Nutzung von Synergien angeregt (das ist in der Sozialversicherung bereits Standard), nicht aber eine Verringerung der Trägerzahl.

"Ich sehe die Zusammenlegung als Risiko, weil eine Zentralisierung hohe Fusionskosten verursachen würde und es keine gesicherten Grundlagen gibt, dass diese Zusammenlegung Einsparungen in der Verwaltung bringen würde. Denn die Zahl der zu Betreuenden - also die eigentliche Arbeit - bleibt gleich!", betont Bogath und weiter:

"Für BM Kdolsky müsste eine gesicherte, fundierte Finanzierung des Gesundheitssystems oberstes Ziel sein, und zwar im Sinne der Volksgesundheit. Denn jede und jeder Versicherte sollte die bestmögliche medizinische Betreuung und Behandlung in Anspruch nehmen können", so Christa Bogath abschließend.

ÖGB, 13. April 2007 Nr. 239

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