ÖSTERREICH-Interview: Dritte Nationalratspräsidentin bezeichnet das Verhalten der FPÖ gegenüber Terezija Stoisits als "Menschenhatz"

Glawischnig: "Ich halte das für ein Spiel mit dem Feuer."

Wien (OTS) - Die Dritte Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig bezeichnet im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntag-Ausgabe) die FPÖ-Angriffe gegen die grüne Volksanwalt-Kandidatin Terezija Stoisits als "Menschenhatz": "Das geht in Richtung Menschenhatz auf tiefstem Niveau - nur weil sie sich für Schubhäftlinge einsetzt. Grüne Frauen haben Briefbomben zugeschickt bekommen. Ich halte das für ein Spiel mit dem Feuer und brandgefährlich."

Glawischnig kritisiert im grün-blauen Streit um den dritten Volksanwalt jetzt auch Nationalrats-Präsidentin Barbara Prammer (SPÖ): "Ich würde mir mehr Transparenz wünschen: Da gibt es ein Gutachten, mit dem Prammer vor wenigen Monaten begründet hat, dass die Grünen das Vorschlagsrecht für den Dritten Volksanwalt haben. Jetzt nimmt sie dasselbe Gutachten, um zu begründen, dass auch die FPÖ ein Nominierungsrecht hat. Dass dieses Gutachten niemandem zur Verfügung gestellt wird, ist untragbar", so Glawischnig gegenüber ÖSTERREICH.

Gespräche mit der ÖVP über die Wahl von Stoisits zur Volksanwältin erteilt Glawischnig eine Abfuhr: "Die ÖVP hat in der Präsidiale die Entscheidungen von Prammer immer zur Kenntnis genommen. Wenn Generalsekretär Missethon sagt, er hat sich damit nicht beschäftigt, dann funktioniert die interne Kommunikation der ÖVP nicht." Die Dritte Präsidentin sieht im Verhalten der ÖVP ein Taktieren: "Es geht um ein Machtspiel, um zu zeigen, dass Schwarz-Blau-Orange eine Mehrheit hat", so Eva Glawischnig in ÖSTERREICH.

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