Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka zum Weltgesundheitstag: Ein Euro in Bewegung investiert, spart drei an Gesundheitskosten

"Fit für Österreich"-Initiative soll tausende Österreicherinnen und Österreicher in Bewegung bringen

Wien, 7. April 2007 (OTS) - "Es muss uns gelingen, Bewegung und Sport als anerkannte Säule der Prävention im Gesundheitssystem zu verankern - mit dem Ziel einer Verbesserung des Gesundheitsstatus in allen Altersklassen und enormen Einsparungen im Gesundheitsbereich", so Sportsstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka zum heutigen Weltgesundheitstag. Dazu bedürfe es einer verstärkten Zusammenarbeit aller relevanten Partner der Sport-, Gesundheits-, Bildungs- und Sozialressorts sowie der Sozialversicherungsträger, Länder, Gemeinden und Sportorganisationen. "Mit der Unterzeichnung der 'Fit für Österreich'-Charta durch Bundeskanzler, Vizekanzler sowie weiteren Mitgliedern der Bundesregierung und der Sozialpartner wird die Bedeutung der Initiative für mehr Bewegung und Gesundheit unterstrichen." Durch nationale und internationale Studien sei bestätigt, "ein in Bewegung und Sport investierter Euro, erspart drei Euro an Gesundheitskosten", so Lopatka. ****

Gesundheitssport als Methode zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention sei ein Anstoß der Weltgesundheitsorganisation (WHO), so der Sportstaatssekretär. Österreich fungiere mit der partei- und verbandsübergreifenden "Fit für Österreich"-Initiative international als Vorbild. Jene 2,5 Millionen Euro, mit denen innovative Bewegungs-Projekte im Bereich des Breitensports nach dem Motto "Sport als Dienstleister am Gesundheitssystem" gefördert werden, seien ein "nachhaltiges Investment in die Zukunft". Das gemeinsame Ziel sei klar, so Lopatka: "Wir wollen in Zeiten zunehmender Bewegungsarmut und der Umkehrung der Alterspyramide gemeinsam mit den Sportverbänden und -Vereinen auch jene 60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher in Bewegung bringen, die wenig bis gar nicht regelmäßig Sport betreiben." Vor dem Hintergrund des 1. Österreichischen Adipositasberichts - bereits jeder fünfte Österreicher/in ist übergewichtig und jeder zehnte Österreicher/in leidet an Fettleibigkeit - bestehe "akuter Handlungsbedarf".

"Übergewicht ist längst in allen Altersgruppen zu finden. Die Tendenz ist vor allem bei unseren Kindern und Jugendlichen stark steigend, dem müssen wir gegensteuern." Mit den mittlerweile 2.200 gesundheitsorientierten "Fit für Österreich"-Bewegungsprogrammen werden alle Lebensabschnitte und -bereiche gezielt angesprochen. Der volkswirtschaftliche Nutzen sei enorm, so Lopatka. Der Einsatz präventiver Maßnahmen im österreichischen Gesundheitssystem birgt laut IHS-Studie ein Einsparungspotenzial von 3,6 Milliarden Euro. Die Uni Wien hat darüber hinaus die Auswirkungen des Sports auf die Gesundheit errechnet. "Die Gegenüberstellung der volkswirtschaftlichen Kosten und des Nutzens sportlicher Aktivität in Österreich bringt 265 Millionen Euro an vermiedenen Gesundheitskosten und das abzüglich der Behandlungskosten durch Sportunfälle." Diese Fakten würden klar vor Augen führen, "mehr Bewegung als vorbeugende Maßnahme für die Gesundheit ist nicht allein Aufgabe des Sports. Es ist eine gesellschaftliche Verantwortung, der sich alle Bereiche stellen müssen", so Lopatka.

Schlussendlich könne die Politik aber nur die Rahmenbedingungen schaffen, "die Verantwortung für die persönliche Gesundheit trägt jeder selbst". Motivation sei dabei der Schlüssel zum Erfolg, so Lopatka, der erst mit 33 Jahren seinen ersten Marathon bestritten hat. Heute stehen bereits 53 auf seiner Lauf-Liste. "Man muss in sich investieren, weil die körperliche Energie und Kraft ab 25 nicht mehr werden. Sport ist nicht unbedingt für jeden das Beste, aber Bewegung braucht jeder Mensch im Alltag. Wir sind körperlich nicht für den Bürosessel ausgestattet, sondern dafür zu gehen, zu laufen, zu springen. Die Menschen sollten das tun, wobei sie sich wohl fühlen." Gut ausschlafen, richtig ernähren und entspannen tragen im Zusammenspiel mit der Bewegung wesentlich zum Wohlbefinden bei. Dem "inneren Schweinehund" könne man dabei nur mit Freude an Bewegung besiegen, so Lopatka abschließend.

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