WESTENTHALER: Österlicher Benzinpreiswucher - Doppelbelastung für Autofahrer

Klima-Pass für Neuwagen auch in Österreich andenken

Wien 2007-04-07 (OTS) - Angesichts des österlichen Benzinpreiswuchers - Diesel wurde innerhalb von zwei Wochen um 0,8, Superbenzin um 2 Cent je Liter teurer - fordert BZÖ-Chef, Klubobmann Peter Westenthaler ein sofortiges Ende der Belastungen für Autofahrer. "Immer genau vor Ferienbeginn wenn die Menschen auf das Auto angewiesen sind um zu ihrer Familie oder in den wohlverdienten Urlaub zu kommen, erhöhen die Mineralölkonzerne den Spritpreis. Zusätzlich belasten SPÖ und ÖVP die Autofahrer noch doppelt mit der Erhöhung der Mineralölsteuer neben Höchstpreisen beim Sprit. Das BZÖ hat mit www.melkkuh.at eine Plattform geschaffen, um den Ärger der Autofahrerinnen und Autofahrer zu sammeln und kanalisieren. Es muss endlich Schluss sein mit der schamlosen Abzocke der Autofahrer", so Westenthaler, der statt Belastungen mehr Information für die Bevölkerung wünscht, denn damit könne viel mehr für den Klimaschutz erreicht werden, als mit reinem Abkassieren.

Hier nimmt Westenthaler die aktuelle Diskussion in Deutschland zum Anlass, um einen Klimapass für Neuwagen auch für Österreich anzudenken. "Ein Klima-Pass für Neuwagen würde viel zur Information der Käufer beitragen und Druck auf die Autofirmen erzeugen umweltfreundlicher PKWs zu produzieren. Wichtig ist, dass eine solche Maßnahme nicht mit Mehrkosten für die Konsumenten verbunden sein darf. Ein Klima-Pass würde positiven Druck hin zu umweltfreundlicheren Fahrzeugen erzeugen, ohne zusätzliche Belastungen", so Westenthaler.

Bisher ist der CO2-Wert nirgends außer in Katalogen aktiv ausgewiesen. Mit einem deutlich sichtbar angebrachten Klima-Pass wird ein Bewusstsein seitens der Konsumenten für den CO2 Ausstoß geschaffen. Das Treibhausgas CO2 entsteht in Automotoren bei der Verbrennung von Diesel oder Benzin. Ein Kilogramm davon erzeugt etwa 3,15 Kilogramm CO2 (Kohlendioxid). Die Höhe des CO2-Ausstoßes ist direkt davon abhängig, wie viel Sprit ein Auto verbraucht. Sparsame Motoren und sparsames Fahren senken den CO2-Ausstoß. So betrug der durchschnittliche Ausstoß pro Kilometer 2005 bei europäischen Herstellern 160 Gramm. Damit aber das europäische Selbstverpflichtungsziel von 140 Gramm, das 2008 erreicht werden soll, deutlich überschritten. "Wenn mit Maßnahmen wie dem Klimapass der Durchschnitts CO2 Ausstoß eine PKWs von jährlich 2,4 Tonnen auf 2,1 Tonnen gesenkt werden kann, dann ist das ein wesentlicher Fortschritt", so Westenthaler.

Auf dem Klimapass soll es zwei Skalen geben: Auf der oberen ist der CO2-Ausstoß ablesbar. Grün heißt sehr wenig CO2, Gelb bedeutet mittel, und Rot weist auf einen sehr hohen CO2-Wert hin. Damit hätten umweltfreundliche Autos eine klar erkennbare Kennzeichnung, ähnlich energieeffizienten Kühlschränken. Überlegenswert ist für Westenthaler auch, dass auf der zweiten Skala der CO2-Nutzwert erkennbar ist, bei dem die maximale Zuladung mit einbezogen wird.

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