VP-Floridsdorf: Wohnungen verschimmeln und Wiener Wohnen schaut tatenlos zu

Missstände häufen sich

Wien (VP-Klub) - Teils skandalöse Zustände herrschen in zahlreichen Gemeindebauwohnungen in Wien Floridsdorf. Besonders Schimmelpilzbefall bringt die MieterInnen ob der gesundheitsschädigenden Auswirkungen zur Verzweiflung. "Die Menschen leben zum Teil seit Jahren in verschimmelten Räumen und nichts geschieht - das ist einfach unfassbar", ärgert sich der für Wohnbau zuständige Bezirksrat der ÖVP Floridsdorf, Erol Holawatsch.

"Die Standardantwort von Wiener Wohnen - dass nämlich falsches Lüftverhalten daran schuld sei - ist unglaublich. Wir haben Beispiele, wo etwa ein Riss in der Außenmauer schuld sein soll. Dieser wurde zwar notdürftig verspachtelt, der Schimmel wurde aber nicht entfernt. Mittlerweile ist der Riss wieder aufgetreten und der Raum ist für die Familie unbenutzbar", erzählt Holawatsch. Betroffen sind Wohnungen in der Ödenburger Straße, am Schlingermarkt und in der Großfeldsiedlung - und täglich melden sich mehr GemeindebaumieterInnen mit ebensolchen Beschwerden.

Das Kundendienstzentrum fühlt sich nicht angesprochen

"Einige Wohnhausanlagen von Wiener Wohnen in unserem Bezirk bieten insgesamt ein trauriges Bild. In einer Siedlung hängen seit drei Jahren am Gang Elektrokabel offen, die Wände sind beschmiert, Fenster sind desolat. Und die Leiterin des Kundenzentrums von Wiener Wohnen in Floridsdorf meinte zu einem Kunden, dass es nicht ihre Aufgabe sei, mit MieterInnen zu sprechen!", empört sich die Klubobfrau der ÖVP Floridsdorf, Andrea Mayrhofer.

"In diesen Fällen gehören dringend die Ursachen ermittelt, es muss überprüft werden, ob bauliche Mängel oder, im Fall von Schimmelbildung, etwaige Wärmebrücken vorliegen und dann sind raschest die notwendigen Sanierungsschritte einzuleiten", fordert Mayrhofer. Es könne nicht sein, dass automatisch die MieterInnen als Schuldige abgekanzelt und alleine in ihren schimmeligen und gesundheitsgefährdenden Wohnungen sitzen gelassen werden.

"Wiener Wohnen und der aus Floridsdorf stammende SP-Wohnbaustadtrat Ludwig loben in ihren Aussendungen die Kundendienstzentren von Wiener Wohnen als kompetente Anlauf- und Servicestellen. In Wahrheit ist die Situation aber leider so desolat und trist wie viele Wohnbauten im Bezirk. Wir fordern die Wiener SPÖ auf, sich für diese Menschen und ihre Gesundheit rasch einzusetzen und nicht nur in Medien plakative Ankündigungspolitik zu betreiben!", fordern Holawatsch und Mayrhofer unisono.

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