BM Buchinger eröffnete gestern Filmfestival "gleich - anders : anders - gleich" im TOP-Kino

Österreich ist Vorreiter im Einsatz für Menschen mit Behinderungen

Wien (OTS) - Von 4. bis 14. April 2007 zeigt das Wiener Top Kino
im Rahmen des von der Wiener Landesstelle des Bundessozialamtes organisierten Filmfestivals "gleich - anders : anders - gleich" österreichische und internationale Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilme, die sich mit verschiedenen Lebenssituationen von Menschen mit Behinderungen auseinandersetzen. Gestern Abend eröffnete Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz, Dr. Erwin Buchinger dieses Filmfestival. Buchinger wies in seiner Eröffnungsrede auf die vielen Initiativen und Projekte Österreichs für Menschen mit Behinderungen hin. "Österreich ist auch ein wahrer Vorreiter, wenn es darum geht, behinderten Menschen nach und nach die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft zu ermöglichen", so Buchinger. ****

Buchinger selbst betonte, noch immer unter dem Eindruck der Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu stehen, die er vergangenen Freitag als zuständiger Ressortminister für Österreich als eines der ersten Länder in New York unterzeichnet hatte.
Diese erste UN-Konvention des neuen Jahrtausends bringe eine völkerrechtlich verbindliche Verankerung der gleichberechtigten und vollen Teilhabe von 650 Millionen Menschen mit Behinderungen am gesamten Leben der Gesellschaft, worin sich die Mitgliedsstaaten verpflichten, Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen gleich zu behandeln. "Es geht vor allem darum, Menschen mit Behinderungen als aktive Teilnehmer der Gesellschaft mit gleichen Rechten und Pflichten und nicht als bloße Empfänger von Sozialleistungen angesehen werden, wie dies in der Vergangenheit leider immer wieder der Fall war", so der Sozialminister weiter.

Die Konvention gehe von den Grundprinzipien der Nichtdiskriminierung und Chancengleichheit, des Selbstbestimmten Lebens, der Zugänglichkeit oder der Gleichheit von Frauen und Männern aus, und folge damit dem menschenrechtlichen Ansatz, dem auch das in Österreich seit 1.1.2006 in Kraft befindliche Behindertengleichstellungspaket des Bundes zu Grunde liege. "Das österreichische Gleichstellungsrecht geht sogar weit über die Umsetzung der EU-Rahmenrichtlinie, Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf, hinaus", unterstrich der Minister.

Im Europäischen Jahr der Chancengleichheit 2007 verstärke das Sozialministerium seine Fördermaßnahmen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sogar noch weiter. Zusätzlich zu den Mitteln aus der Beschäftigungsoffensive in der Höhe von 78 Millionen EURO stellt das Sozialressort noch weitere 7 Millionen EURO für zusätzliche Projekte zur Verfügung, die die Chancen für Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt verbessern sollen. Zielgruppe der verstärkten Maßnahmen seien in erster Linie Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) im Übergangsfeld von Schule zu Beruf. Des weiteren wird das BMSK in verstärktem Ausmaß Selbsthilfegruppen für lernbeeinträchtigte Menschen unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" unterstützen. Abschließend präsentierte der Minister noch die zahlreichen Angebote des Sozialressorts für Menschen mit Behinderungen und schilderte die im Regierungsprogramm festgelegten Schwerpunkte zum Thema Behinderung.

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