Weinzinger: Zahnloser Vorstoß von Bures für mehr Sektionschefinnen

Grüne Frauensprecherin enttäuscht über matte Initiative von Frauenministerin

Wien (OTS) - "Mit dem Lippenbekenntnis allein, mehr Frauen an die Spitze bringen zu wollen, wird das kaum gelingen", zeigt sich die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, enttäuscht. Die Ankündigung, dass künftig in der Begutachtungskommission, die über die Eignung der BewerberInnen mittels Gutachten zu entscheiden hat, zwingend künftig eine Frau vertreten sein wird, bezeichnet die Grüne Frauensprecherin als "zahnlos". "An der haarsträubenden Tatsache, dass unter den 65 SektionschefInnen nur sieben Frauen sind wird sich durch zögerliche Ansagen nicht so bald ändern", kritisiert Weinzinger. Die Fortsetzung dieser zahmen Frauenpolitik ist nicht angesagt. "Bures soll Nägel mit Köpfen machen und konkrete Maßnahmen einleiten. Verbindliche Frauenquoten in Ministerien sind längst fällig", fordert Weinzinger. Bures möge als Vorgabe für die Ministerien einen Stufenplan, wonach bis 2010 30 Prozent der Spitzenpositionen in Ministerien mit Frauen zu besetzen sind, vorlegen.

Der Vorschlag von Familienministerin Kdolsky, Gespräche über die Bindung der Frauenförderung an die Wirtschaftsförderung mit der Wirtschaft führen zu wollen, klinge ebenfalls mehr als zögerlich. Weinzinger fordert von Kdolsky die Vorlage konkreter Modelle für mehr Frauenförderung im Rahmen der Wirtschaftsförderung. "Frauenpolitik braucht mehr als heiße Luft", so Weinzinger.

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