WIFO bestätigt AK-Forderung: Hochwertige AMS-Ausbildungen machen sich bezahlt

AKNÖ-Staudinger: Wer Facharbeiterausbildung schafft, wird seltener arbeitslos

Wien (AKNÖ) - Arbeitslose, die sich in einer längeren Ausbildung erfolgreich behaupten, behaupten sich auch später im Betrieb, geht aus einer brandaktuellen WIFO-Studie zum Erfolg von AMS-Kursen hervor. "Das bestätigt die langjährigen Forderungen der AKNÖ, dass kurzfristige Schulungen wenig, hochwertige Facharbeiterkurse jedoch der Wirtschaft sehr viel bringen", sagte AKNÖ-Präsident Josef Staudinger.

Noch immer suchen knapp 300.000 Menschen österreichweit einen Arbeitsplatz, für Euphorie angesichts sinkender Arbeitslosenzahlen sieht die Niederösterreichische Arbeiterkammer daher wenig Anlass. Josef Staudinger: "Wir bewegen uns gerade von einem hohen Niveau der Arbeitslosigkeit weg und schon wird so getan, als breche morgen die große Arbeitskräfteknappheit aus. Das ist absurd."

Jetzt konsequent Facharbeiter-Intensivausbildung fortsetzten

Facharbeiter-Intensivausbildung bekämpft die Arbeitslosigkeit am wirksamsten, stellte das WIFO in der Vergleichsstudie der AMS-Schulungsmaßnahmen fest. Zum selben Schluss kommt auch AKNÖ-Arbeitsmarktexperte Adi Buxbaum: "Bei kurzfristigen Schulungen wie Bewerbungstrainings kommt es zu einem Drehtüreffekt: hinein in den Arbeitsmarkt und bald wieder heraus aus dem Arbeitsmarkt. Je länger und auch teurer die Ausbildungsmaßnahme um so nachhaltiger die Wirkung." Die teuren Ausbildungen rechnen sich deshalb am besten, weil die höher qualifizierten Arbeitnehmer anschließend besser bezahlte Arbeitsplätze annehmen können und wieder mehr in das Sozialsystem einzahlen. Die Arbeitgeber können auch zu Recht annehmen, dass sich Arbeitsuchende, die sich einer anspruchsvollen Ausbildung unterzogen haben, diese am neuen Arbeitsplatz auch unter Beweis stellen wollen. AKNÖ-Experte Buxbaum: "Wir wissen, wie Arbeitslosigkeit auch das Selbstwertgefühl drückt und psychische Probleme auslöst. Die neugewonnene Qualifikation schafft ein neues Selbstbewusstsein und höhere Leistungsfähigkeit."

Vorzeigeprojekte "Work fit", eine erfolgreiche Gesundheitsstiftung

Besonders gut schnitten in der WIFO-Studie Arbeitsstiftungen wie sie von der AKNÖ unterstützt werden, ab. Drei Viertel der Teilnehmer in Arbeitsstiftungen wie dieser befinden sich auch Jahre später noch in einem aufrechten Dienstverhältnis.
So initiierte die Niederösterreichische Arbeiterkammer auch die Stiftung "Work fit" im Industrieviertel, in der gesundheitlich beeinträchtigte Arbeitslose ganzheitlich betreut werden. Daher fordert die AKNÖ eine flächendeckende Gesundheitsstiftung für ganz Niederösterreich.

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