Deutsche, italienische und französische Gesundheitsbehörden empfehlen, Mädchen und junge Frauen zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs gegen humane Papillomviren zu impfen

Finanzierung und Kostenregelung schreiten schnell voran

Brunn am Gebirge (OTS) - Nachdem Österreich im Januar 2007 den Anfang gemacht hat, haben nun auch Gesundheitsbehörden in Deutschland, Italien und Frankreich die Empfehlung ausgesprochen, Mädchen und junge Frauen zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs gegen Humane Papillomviren zu impfen. Die deutschen Behörden haben ihre Empfehlung für eine standardmäßige Impfung gegen Humane Papillomviren in einem beschleunigten Entscheidungsverfahren vier Monate vor der nächsten regulären Aktualisierung des Impfkalenders im Juli 2007 ausgesprochen. Begründet wurde dieser außergewöhnliche Schritt mit dem großen öffentlichen Interesse an der Impfung gegen Humane Papillomviren und dem Wunsch nach Standards für die Anwendung dieses Impfstoffs.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt zur Eindämmung von Gebärmutterhalskrebs die allgemeine Impfung von Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die STIKO weist zudem darauf hin, dass auch Frauen, die nicht innerhalb des von der STIKO empfohlenen Zeitraums geimpft werden, von einer Impfung profitieren können. Die STIKO empfiehlt, die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr vorzunehmen und die Maßnahmen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs unverändert in Anspruch zu nehmen.(1)

Die Kosten der Impfung gegen Humane Papillomviren werden seit Dezember 2006 von mehreren deutschen Krankenversicherern, die gemeinsam 60 % der Bevölkerung abdecken, vollständig erstattet. Man erwartet, dass die übrigen Krankenversicherer in naher Zukunft nachziehen werden.

Am 22.03.2007 verkündete die italienische Gesundheitsministerin Livia Turco, in Italien könne mit der Impfung 12-jähriger Mädchen begonnen werden, sobald die Impfzentren auf regionaler Ebene bereit seien. Das Gesundheitsministerium hat die notwendigen Mittel schon bereitgestellt. Die ersten Regionen werden voraussichtlich im April 2007 mit den Impfungen beginnen. Am 03.03.2007 hatte die italienische Arzneimittelbehörde (Agencia Italiana del Farmaco, AIFA) beschlossen, die allgemeine Impfung aller Mädchen im Alter von 12 Jahren gegen Humane Papillomviren zu empfehlen und zu finanzieren.(2) Die italienischen Gesundheitsbehörden hoben hervor, dass eine fortgesetzte Inanspruchnahme der Krebsvorsorgeuntersuchungen von großer Bedeutung sei, und betonten, dass in Kombination mit Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs die Impfungen als Maßnahmen der Primärprävention einen optimalen Ansatz darstellten, um die Gesundheit von Frauen zu verbessern.

Am 15.03.2007 empfahl der Hohe Rat für Öffentliche Hygiene in Frankreich (Conseil Supérieur d'Hygiène Publique de France, CSHPF) die allgemeine Impfung gegen Humane Papillomviren (Typen 6, 11, 16 und 18) zur Prävention von präkanzerösen und kanzerösen Läsionen der Zervix sowie zur Prävention von Genitalwarzen bei Mädchen im Alter von 14 Jahren. Der CSHPF empfahl außerdem, Impfungen für Mädchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 23 Jahren, die noch keinen sexuellen Kontakt hatten, anzubieten bzw. die Impfung spätestens ein Jahr nach Beginn der sexuellen Aktivität durchzuführen. Der CSHPF erinnerte zudem daran, dass die Impfung kein Ersatz für die Krebsvorsorge ist und dass Frauen unabhängig von einer Impfung weiterhin die Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen sollen.(3) Im Februar 2007 kündigte der französische Gesundheitsminister Xavier Bertrand an, eine Entscheidung über die Erstattung der Impfkosten durch das nationale Sozialversicherungssystem werde noch vor Juli 2007 fallen.

Didier Hoch, Präsident von Sanofi Pasteur MSD, sagte dazu: "Trotz Krebsvorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung sterben in Europa jährlich 15 000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Die EU hat den HPV Vierfachimpfstoff nach nur neunmonatiger Überprüfung zugelassen, statt wie sonst üblich nach 13 bis 15 Monaten. Nach Erteilung der Zulassung im September 2006 haben wir den HPV Vierfachimpfstoff in 18 europäischen Ländern verfügbar gemacht, da dieser Impfstoff das Leben vieler Frauen retten kann. Wir sind sehr dankbar, dass die deutschen, italienischen und französischen Behörden erkannt haben, wie wichtig die Umsetzung dieser Impfprogramme ist, um zu verhindern, dass Frauen an Gebärmutterhalskrebs sterben".

(1)http://www.rki.de/cln_048/nn_196322/DE/Content/Infekt/EpidBull/Akt
uelles/aktuelles__node.html?__nnn=true

(2)
http://www.agenziafarmaco.it/aifa/servlet/section.ktml?target=&area_t
ematica=AREA_STAMPA§ion_code= AIFA_AS_COM_STAMPA&entity_id=111.25612.1171024670966

(3)http://www.sante.gouv.fr/htm/dossiers/cshpf/a_mt_090307_papillomav
irus.pdf

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