Welser-Möst zum möglichen Avancement an der Staatsoper

Wien (OTS) - Der österreichische Dirigent Franz Welser-Möst, der als Chefdirigent der nächsten Staatsopern-Ära ab 2010 im Gespräch ist, äußert sich in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe erstmals zur aktuellen Debatte.

Welser-Möst bestätigt Gespräche mit Kanzler Gusenbauer. Man habe über den Inhalt allerdings Stillschweigen vereinbart.

Zeitungsmeldungen, denenzufolge er die Zusammenarbeit mit dem möglichen neuen Staatsoperndirektor Neil Shicoff ausschließe, dementiert er: "Das stimmt so nicht. Erstens hat mir niemand einen Posten angeboten, sondern man hat sich mit mir über die Situation der Staatsoper unterhalten: wo das Haus jetzt ist und wo es möglicherweise in der Zukunft hingehen könnte. Und um das andere Missverständnis auszuräumen: Ich habe gesagt - keineswegs nur im Zusammenhang mit der Staatsoper, sondern eher aus meiner Londoner Erfahrung, wo ich in sechs Jahren drei Intendanten mit drei langen Interregna erlebt habe -, dass ich mir sehr genau anschaue, mit wem ich eine Institution führe. Ich wäre auch nicht nach Cleveland gegangen, wenn mir der Intendant dort nicht gepasst hätte (...) Ich finde das ganze Gerede überhaupt etwas seltsam: Der neue Direktor muss sich sein Personal selbst aussuchen können. Er muss die künstlerische Richtung vorgeben, und wenn er der Meinung ist, dass dieser Richtung ein Chefdirigent gut täte, muss er und niemand sonst sich einen suchen, der ihm zu Gesicht steht. Und nicht umgekehrt."

Häufig vorgebrachten Argumenten, seine Verträge (bis 2012 in Cleveland, bis 2011 in Zürich) machten ein anderweitiges Engagement unmöglich, entgegnet er in NEWS so: "Was die ständig wiederkehrenden Hinweise auf meine Verträge betrifft, staune ich: Es gibt ja auch andere Leute - durchaus auch solche, die für Positionen im Gespräch sind - die Verträge haben. Aber das lese ich seltsamerweise nie."

Die Aufweichung des Repertoiresystems lehnt Welser-Möst ebenso ab wie die Reduktion der gespielten Opern: Damit würden junge Sänger um die Chance gebracht, neben Weltstars zu lernen.

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