Staatsoper ohne Philharmoniker?

Holender: "Betrachte philharmonische Abgangsüberlegungen keineswegs als Drohung"

Wien (OTS) - Zwischen den Wiener Philharmonikern und Staatsoperndirektor Ioan Holender ist ein Konflikt entbrannt. Das meldet NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Entfacht wurde er durch Äußerungen des philharmonischen Pressesprechers, man könne sich angesichts ausbleibender Gagenerhöhungen aus der Staatsoper zurückziehen.

Ein solcher Schritt wurde stets als nationale Katastrophe und Absturz der Oper um Qualitätsklassen bewertet. Doch nun wird Holender via NEWS deutlich wie nie: "Wenn die Philharmoniker solche Überlegungen anstellen, empfinde ich das keineswegs als Drohung. Ich betrachte die Vorteile des Zusammenwirkens von Staatsoper und Philharmonikern als absolut gleich verteilt. Und wenn man immer fragt, ob die Staatsoper ohne Philharmoniker existieren kann, so stelle ich die Gegenfrage: Können die Philharmoniker ohne Staatsoper existieren?"

Philharmoniker-Vorstand Hellsberg zu NEWS: "Wir sind gern bereit, die weitere Form dieser Symbiose zu besprechen - allerdings mit Herrn Holenders Nachfolger, sowie dieser feststeht. Wir geben nichts, was sich 165 Jahre lang für beide Seiten bewährt hat, leichtfertig auf. Aber wie man an den Dinosauriern sieht, stirbt man aus, wenn man sich veränderten Gegebenheiten nicht anpasst. Ich weise allerdings darauf hin, dass keine auskunftsbefugte Person unseres Orchesters solche Überlegungen angestellt hat und dass Herr Holender mit keiner auskunftsbefugten Person das Gespräch gesucht hat. Und Drohungen kommen in meinem Vokabular überhaupt nicht vor."

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