Auf der Suche nach der Achillesferse von Tumoren

Frühjahrstagung der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie

Wien (OTS) - Die von der ÖGHO veranstaltete Frühjahrstagung ist die größte hämato-onkologische Tagung Österreichs. Vom 12. bis 14. April 2007 werden am Wiener Universitäts-Campus, Altes AKH, führende Krebsspezialisten Österreichs neue Entwicklungen in der Krebstherapie präsentieren. "In den letzten Jahren gab es einschneidende Verbesserungen in der Krebstherapie, die die Lebensqualität der PatientInnen nachhaltig hob", betont Prof. Dr. Klaus Geissler, Präsident der Tagung und Vorstand der 5. Med. Abteilung mit Onkologie und Palliativstation des Krankenhauses Hietzing. "Nach einer Studie des schwedischen Karolinska-Instituts besitzt Österreich bei der Behandlung von KrebspatientInnen europaweite Vorbildfunktion, was Zugang und Nutzen neuer, innovativer Behandlungsmöglichkeiten betrifft." Die Frühjahrstagung ist ein Impuls, um durch interdisziplinären Erfahrungsaustausch diesen Vorsprung Österreichs im Einsatz modernster Medikamente zur Krebstherapie zu sichern.

Neben der konventionellen Chemotherapie haben sich neue Formen der medikamentösen Behandlung etabliert. Besonders viel versprechend sind die sogenannten Signaltransduktionsinhibitoren: Diese schwächen zielgerichtet den Tumor an jenen Stellen, die für das Tumorwachstum verantwortlich sind. "Um den Tumor zu bekämpfen, ist - ähnlich wie die Kenntnis von Achilleus verwundbarer Ferse - die Aufklärung jener Mechanismen wichtig, die dem Tumorwachstum zugrunde liegen", erläutert Geissler. Kein Wunder, dass Wissenschaftler auf der ganzen Welt fieberhaft versuchen, diese pathophysiologisch relevanten Elemente aufzuspüren. Werden solche "Achillesfersen" entdeckt, so lassen sich mit den Methoden der modernen Biotechnologie wirksame Medikamente erzeugen, die das Wachstum des Tumors hemmen.

Das erste Medikament dieser Art war Glivec, das zu einem Quantensprung bei der Behandlung einer ganz besonderen Form des Blutkrebses führte. Nach erfolgreichem Einsatz von Tarceva bei Lungenkrebs eröffnen nun die beiden Medikamente Sutent und Nexavar erstmals Hoffnung für PatientInnen mit Nierenzellkarzinomen. Ähnliche Medikamente sind derzeit für andere Krebsarten in Entwicklung. Die TeilnehmerInnen der ÖGHO-Tagung erwartet ein spannendes Programm mit neuersten Forschungsergebnissen.

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Prof. Prim. Dr. Klaus Geissler
Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie
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