Wirtschaftskammer NÖ gegen neue Lehrwerkstätte in Ternitz:

Nicht notwendig!

St. Pölten (OTS) - Die Pläne, in Ternitz eine neue Lehrwerkstätte mit Millionenaufwand zu errichten, stoßen bei der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) auf Ablehnung. Erst letztes Jahr sei der Neubau des Werkstättengebäudes der Landesberufsschule (LBS) Neunkirchen mit erheblichem Kostenaufwand fertig gestellt worden.

"In der Region haben wir damit ein modernst eingerichtetes Ausbildungszentrum für hochtechnologische Metalllehrberufe der Industrie geschaffen, das im wahrsten Sinn des Wortes alle Stückerln spielt!", sagt Sonja Zwazl, Präsidentin der WKNÖ. Es würde keine Probleme bereiten, auch Jugendliche, die keinen Lehrplatz gefunden haben, so ihr Vorschlag, in der LBS in einem zukunftsträchtigen Metallberuf auszubilden. Sowohl von der Ausstattung als auch vom Lehrpersonal her sei die Landesberufsschule dafür bestens geeignet. Zwazl zeigt sich zudem zuversichtlich, dass sich das AMS ebenfalls dem Vorschlag der Wirtschaftskammer anschließen wird.

Ressourcen nützen

"Es ist daher überhaupt nicht notwendig, dass nun ein mehrere Millionen teurer Lehrwerkstättenbau in unmittelbarer Nachbarschaft der Landesberufsschule auf die grüne Wiese gestellt werden soll", äußert sich Vorstandsdirektor KommR Wolfgang Schischek, Lehrlingswart der Sparte Industrie in der WKNÖ, welcher selbst auch in Ternitz einen Maschinenbaubetrieb führt. Die NÖ Industrie habe den Ausbau der Werkstätten der Landesberufsschule Neunkirchen auch finanziell unterstützt, so Schischek: "Wir sollten daher die vorhandenen Ressourcen nützen, um dem Facharbeitermangel entgegenzuwirken!"

Bestausgestattet

Die Gesamtkosten des Umbaus der Landesberufsschule Neunkirchen beliefen sich auf mehr als 10,3 Millionen Euro, wobei über 9 Millionen vom Land und 1,2 Millionen von den Industriefachgruppen der Wirtschaftskammer NÖ beigesteuert wurden. Auf einer Nutzfläche von 3183 Quadratmetern werden vor allem Dreher sowie Maschinen- und Werkzeugbautechniker unterrichtet. Die Werkstättenräume der LBS zählen zu den europaweit bestausgestatteten ihrer Art. CNC-Drehen und CNC-Fräsen, Elektro- und Kunststoffschweißen stehen genauso auf dem Ausbildungsprogramm wie Arbeiten mit dem Schweißroboter sowie dem CNC-Laser und bieten damit genau die Ausbildungsgrundlagen, welche zur Behebung des in der Region auftretenden Fachkräftemangels notwendig sind.

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