ÖSTERREICH: Polit-Pensionisten kosten jährlich 16,6 Millionen Euro

Millionenschwere Lücke zwischen Beiträgen und Bezügen

Wien (OTS) - Die Pensionsprivilegien für Politiker wurden 1997 abgeschafft, doch die auslaufenden Ruhebezüge nach dem großzügigen alten Modell kosten den Steuerzahler weiterhin Millionen Euro, wie die Tageszeitung ÖSTERREICH (Dienstag-Ausgabe) berichtet. Allein die Alt-Pensionen für Abgeordnete des Nationalrats, des Bundesrats sowie ehemalige Volksanwälte haben 2006 rund 16,6 Millionen Euro verschlungen, wie aus einer Anfragebeantwortung von Nationalratspräsidentin Prammer an den Grünen Karl Öllinger hervorgeht. Das wären rund 41.300 Euro pro Pensionist, da derzeit 402 Personen Leistungen nach dem komfortablen alten Bezügegesetz beziehen. Darunter sind 152 Hinterbliebenen-Pensionen.

Generell ist nur ein sehr kleiner Teil der Pensionssumme von 16,6 Millionen Euro durch Beiträge gedeckt, konkret sind es 1,7 Millionen Euro. Das Finanzierungsloch für den Steuerzahler beträgt demnach 14,9 Millionen Euro pro Jahr. Laut dem Grünen Öllinger ist der Deckungsgrad des alten Pensionssystems der geringste seit 2001, auch wenn die Gesamt-Aufwendungen für die früheren Abgeordneten und Volksanwälte leicht gesunken seien.

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH
Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 2510, 2810 oder 2910
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0003