Eine Schweinerei im medizinischen Bereich, die nicht mehr zu topen ist!

Wien (OTS) - Hinsichtlich diverser Einsparungsmöglichkeiten und
dem Bestreben diese restriktiv um zu setzten, gibt es scheinbar diverse Ausschüsse und Kommissionen, die sich zum Großteil aus Steuergeldern finanziert, Gedanken darüber machen, wie man auf Grund von Streichungen diverser Produkte, welche auf Rezept verordnet werden, Gelder einsparen kann.

Der Obmann der Blinden- und Sehbehindertenorganisation "Engel auf Pfoten", hat durch seine Vollblindheit und einer akuten Mittelohrentzündung, welche große Schmerzen bereitet und ihm die akustische Wahnnehmung auf dem linken Ohr nicht möglich macht, seit einigen Tagen ein Problem der besonderen Art.

Nichts zu sehen und nichts zu hören! Man versuche sich mal vorzustellen! In diesem Zustand versuchte Herr Roland Erich Komuzcky heute Nachmittag, bei einer Vertretung seines praktischen Arztes, welche sich zur Zeit auf Urlaub befindet, die Verordnung der notwendigen Antibiotika, und zeitgleich das Organisieren seiner sonstigen Medikamente welche er benötigt, zu erlangen.
Beim Arzt war das erste Argument, er werde ihn zum einem HNO Spezialisten überweisen, da sich dieser diesen Umstand ansehen und darüber befinden solle. In Folge wies Roland Erich K. darauf hin, dass er voll blind sei, was ohnehin der E-Card zu entnehmen sei und es für ihn ein Problem der besonderen Art darstellen würde, in diesem Zustand und ohne Begleitung auf sein eigenes Risiko quer durch Wien zu fahren. Erst nach zweimaligem lauter werdendem Urgieren, fragte der Arzt ob er eine Penizillinallergie habe, und erst dann wurde die akute Mittelohrentzündung seinerseits in Angriff genommen.

Parallel dazu, wurde die anwesende Ordinationsgehilfin von Herrn Roland Erich K. gebeten, dass erforderliche Medikament, wofür der Antrag per Fax an die Kasse gerichtet werden muss, mit dem Hinweis, dass es einen Sonderakt für diese Medikamente gäbe und diese daher genehmigt werden müssen, bei der Kasse anzufordern.
Dieses Medikament, welche die Durchblutungsförderung der Gehirnrinde zur Aufgabe hat, ist zwingend erforderlich, da eine Person wie der Obmann, auch aufgrund von Diabetes Mellitus Typ 1, doppelt begnadet ist.

Aufgrund seiner mittlerweile 33 Jahre andauernden Diabetes und seiner seit über 12 Jahren aufgrund von schwerster Hypoglychemien, immer wieder auftretenden Zustände der Bewusstlosigkeit war bis vor einigen Jahren, bis ihm dieses Medikament genehmigt wurde, im Schnitt einmal pro Woche ein Notarztwagen von Nöten, der ihn mit einer Glukoselösung intravenös wieder auf die Beine stellte.
Durch diese schweren, im Volksmund Unterzuckerung (Hypo) genannten, ist es dem Obmann heute nicht mehr möglich, ohne diesem Medikament, ein einigermaßen geordnetes Leben, hinsichtlich der Leistungsfähigkeit seines Gehirnes zu ermöglichen.

Dieses Medikament wird von seinem praktischen Arzt alle 5 - 6 Wochen doppelt beantragt und doppelt von der Kasse genehmigt. Der Obmann bat die Ordinationshilfe auch in diesem Fall das Medikament doppelt zu beantragen, welche dieses aber ignorierte und nur einmal beantragte und dafür eine 3/4 Stunde später auch die Genehmigung erhielt.

Da es für den Blinden zur Zeit, auch durch die akustische Beeinträchtigung, ein Problem der besonderen Art darstellt, mehrmals zum Arzt zu gehen (aus Langeweile), hat er das Angebot der Ordinationshilfe, nach 3 Tagen wieder zu kommen und noch einmal dieses Zeremoniell durch zu spielen, abgelehnt.

Es wurde ein neuerlicher Versuch gestartet, es noch einmal mit der Bitte um Genehmigung zur Kasse zu schicken, und nach einer halben Stunden Wartezeit, kam eine Ablehnung. Der Obmann erbat sich schriftlich den Namen des Arztes. Von Dr. Barbara Steyrleithner wurde dieses zweite Ansuchen abgelehnt, was dem auch vom Bluthochdruck gezeichneten Obmann besonders in Aufruhr brachte. Wieder einmal nehmen wir diesen Vorfall zum Anlass, um gnadenlos auf zu decken, in welche Richtung Mittel durch unseren aufgeblähten Verwaltungsapparat verloren gehen. Dutzende Male gab es schon ähnlich geartete Umstände, wodurch es dem Obmann Roland Erich Komuzcky durch sein Mitwirken bei der Patienteninitiative "Ping", in Kooperation und Zusammenarbeit mit der Ombudsstelle der WGKK (Frau Jung) möglich war, eine Verbesserung solcher ähnlich gearteten Umstände zu forcieren. Patienten im jetzigen Zustand des Obmanns, haben jedoch gegen 16 Uhr nicht mehr die Möglichkeit, durch telefonische Intervention in solchen Fällen eine Lösung herbei zu führen.

Schade um dieses viele kostbare Geld, welches hier vergeudet wird, wodurch man vielen anderen Menschen, die Erkrankung haben, sinnvoll helfen könnte.

Zum Abschluss ein kleines Beispiel: diese Medikament, um das es in diesem Fall geht, würde pro Packung 23 Euro kosten, ein Notarzteinsatz verschlingt etwa 400 Euro pro Woche. Wenn man diesen Betrag von 400 Euro mit vier multipliziert, ist es nicht nachvollziehbar, warum Kosten von 1600 Euro, in Vergleich zu Kosten von 46 Euro für die notwendigen Medikamente, von der zuständigen Chefärztin, die diese Ablehnung geschrieben hat, vorgezogen werden. Das menschliche Übel dabei, und die Umstände einer erlebten Bewusstlosigkeit ist zuzüglich noch schlimmer.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 0699 100 924 29.
Roland Erich Komuzcky
Obmann Engel auf Pfoten

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EAP0001